EURO, STOXX

EURO STOXX Mid: Inflationssprung belastet

01.04.2026 - 10:45:23 | boerse-global.de

Die Inflation in der Eurozone steigt unerwartet auf 2,5 Prozent, angetrieben durch hohe Energiekosten. Der Index sucht nach einer Bodenbildung, während Anleger die Zinsaussichten abwägen.

EURO STOXX Mid: Inflationssprung belastet - Foto: über boerse-global.de

Die Inflation in der Eurozone ist im März überraschend deutlich auf 2,5 % geklettert. Vor allem die steigenden Energiekosten belasten die Märkte. Hintergrund sind die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Der EURO STOXX Mid bewegt sich am Mittwochmorgen in einer engen Spanne, während Anleger die Auswirkungen auf die künftige Zinspolitik abwägen.

Energiepreise treiben Teuerung

Der Hauptgrund für die aktuelle Zurückhaltung ist der jüngste Inflationsbericht von Eurostat. Mit einem Anstieg der Teuerungsrate von 1,9 % im Februar auf nun 2,5 % bleibt der Preisdruck deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Hauptverantwortlich ist ein Sprung der Energiekosten um 4,9 %, ausgelöst durch den Konflikt im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus. Am Terminmarkt wird nun verstärkt mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bereits im Juni 2026 gerechnet.

Trotz des makroökonomischen Gegenwinds zeigen sich einige Sektoren widerstandsfähig. Industriewerte und Finanzdienstleister stützten den Index nach einem schwachen Handelsauftakt bei 597,80 Punkten. Aktuell notiert das Barometer bei 604,36 Zählern fast unverändert zum Vortag.

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Einzelwerte im Fokus:
- Alstom (+5,39 %): Neue Schieneninfrastruktur-Aufträge sorgen für Auftrieb.
- Edenred (+5,12 %): Eine starke Nachfrage im Dienstleistungssektor stützt den Kurs.
- Leonardo (+4,28 %): Verteidigungswerte profitieren von europaweit höheren Budgets.
- Shell (+2,10 %): Der hohe Ölpreis (Brent bei 94 USD) treibt die Notierung.
- Stellantis (-0,92 %): Lieferkettenprobleme bremsen die Produktion des Autobauers.

Technische Bodenbildung gesucht

Nach dem deutlichen Rücksetzer von über acht Prozent im März versucht der Index nun eine Bodenbildung. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 29,8 gilt der Markt technisch als überverkauft. Unmittelbarer Widerstand wartet bei der Marke von 605 Punkten. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte den Weg in Richtung des 50-Tage-Durchschnitts bei 618 Punkten ebnen.

Zusätzlicher Druck kommt von der konjunkturellen Seite. Der S&P Global Eurozone Composite PMI sank zuletzt auf 50,5 Punkte, was eine Fast-Stagnation der Privatwirtschaft signalisiert. Die relative Schwäche des Euro, der aktuell bei 1,05 USD notiert, stützt hingegen exportorientierte mittelständische Unternehmen.

Institutionelle Anleger agieren derzeit vorsichtig. Die Zunahme von Put-Optionen auf die Juni-Kontrakte deutet darauf hin, dass sich viele Marktteilnehmer gegen weitere geopolitische Eskalationen absichern. Zudem wurden am Morgen Block-Trades im iShares EURO STOXX Mid ETF im Volumen von über 45 Millionen Euro registriert, was auf größere Umschichtungen hindeutet. Klarheit über den weiteren Trend dürften erst die nächsten Signale der EZB zur Zinsentwicklung bringen.

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