EuroNext 100: Tech-Sektor belastet
09.04.2026 - 06:03:47 | boerse-global.deDer EuroNext 100 geriet zur Wochenmitte unter Druck, während andere europäische Leitindizes wie der DAX und der FTSE 100 zulegen konnten. Vor allem die Schwäche im Technologiesektor und bei Halbleiterwerten wie ASML belastete das Barometer spürbar. Anleger schichteten Kapital verstärkt in defensive Branchen und den Automobilsektor um.
Sektor-Rotation bremst den Index
Der Index schloss die jüngste Sitzung bei 1.757,37 Punkten ab, was einem Rückgang von 0,61 Prozent entspricht. Damit setzt sich die Konsolidierungsphase fort, nachdem der EuroNext 100 Ende Februar noch ein Allzeithoch bei über 1.858 Punkten markiert hatte. Mit einem Handelsvolumen von rund 341 Millionen Aktien lag die Marktaktivität etwa vier Prozent über dem monatlichen Durchschnitt.
Verantwortlich für die Underperformance gegenüber anderen europäischen Märkten war die hohe Gewichtung von Wachstumswerten. Während der Energiesektor und Autowerte zulegten, rutschte die Technologie-Sparte um 2,37 Prozent ab. Marktbeobachter werten dies als Zeichen einer laufenden Sektor-Rotation, bei der institutionelle Investoren Gewinne aus hoch bewerteten Tech-Titeln mitnehmen und in Substanzwerte umschichten.
Stellantis glänzt, ASML unter Druck
Innerhalb des Index zeigten sich deutliche Kursunterschiede. Die Aktie von Stellantis NV setzte sich mit einem Plus von knapp vier Prozent an die Spitze, angetrieben durch robuste regionale Absatzzahlen. Auch der Börsenbetreiber Euronext NV profitierte vom hohen Handelsaufkommen und verbuchte einen Gewinn von rund zwei Prozent.
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Am anderen Ende der Skala stand ASML Holding NV. Der Halbleiter-Ausrüster litt unter erheblichem Verkaufsdruck und zog den gesamten Sektor nach unten. Ebenfalls im Fokus stand die Universal Music Group (UMG), deren Kurs nach Berichten über ein unverbindliches Übernahmeangebot durch Pershing Square Capital Management starken Schwankungen unterworfen war.
Charttechnische Marken im Blick
Aus technischer Sicht testet der EuroNext 100 derzeit wichtige Unterstützungszonen. Das gestrige Tagestief bei 1.743,25 Punkten gilt als entscheidende Marke für den kurzfristigen Trend. Ein Unterschreiten dieses Niveaus könnte den Weg für weitere Abgaben in Richtung der 1.711-Punkte-Marke ebnen, die bereits im März als stabiler Boden fungierte.
Auf der Oberseite bildet das gestrige Hoch bei 1.774,52 Punkten den ersten nennenswerten Widerstand. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über die psychologisch wichtige Grenze von 1.800 Punkten würde das technische Bild wieder deutlich aufhellen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) bewegt sich aktuell im neutralen Bereich, was auf eine abwartende Haltung der Marktteilnehmer hindeutet.
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Für den heutigen Handelsstart am Donnerstag richten sich die Blicke auf die Entwicklung der Anleiherenditen in der Eurozone und die stabilen Ölpreise, die den Energiesektor stützen könnten. Die Märkte öffnen regulär um 09:00 Uhr CET, wobei die Stabilisierung der Technologiewerte über die Richtung des Vormittagshandels entscheiden dürfte.
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