EuropÀischer, Gaspreis

EuropÀischer Gaspreis steigt deutlich - Höchster Stand seit Ende 2022

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 09:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der Preis fĂŒr europĂ€isches Erdgas ist am Montag wegen Angebotssorgen durch LieferausfĂ€lle aus den Fördergebieten am Persischen Golf deutlich gestiegen.

Der richtungsweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat sprang an der Börse in Amsterdam im frĂŒhen Handel mehr als fĂŒnf Prozent nach oben und erreichte bei 83,75 Euro je Megawattstunde (MWh) den höchsten Stand seit Ende 2022.

Am Markt sorgen sich die Anleger vor einer anhaltenden Unterbrechung der Lieferungen von FlĂŒssigerdgas aus dem Nahen Osten wegen der Blockade der Straße von Hormus. Ein ursprĂŒnglich fĂŒr den heutigen Montag geplantes Treffen zwischen dem Iran und mehreren Golfstaaten zur Lage in der fĂŒr den Transport von Energierohstoffen wichtigen Meerenge wurde verschoben.

"Im Interesse des Konsenses wurde das fĂŒr morgen in Salalah geplante regionale Treffen verschoben", teilte der omanische Außenminister Badr al-Busaidi am spĂ€ten Sonntagabend auf der Plattform X mit. Berichten zufolge war ursprĂŒnglich geplant, dass bei dem Treffen der Iran und der Oman eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt ĂŒber die Straße von Hormus vorstellen wollten. Ansonsten sind auch die Ölpreise zu Beginn der Woche krĂ€ftig gestiegen, nachdem Saudi-Arabien infolge von Drohnenangriffen eine wichtige Rohöl-Pipeline geschlossen hatte.

Der europĂ€ische Gaspreis hat sich in diesem Jahr bereits fast verdreifacht, da beim Iran-Krieg und den damit verbundenen EinschrĂ€nkungen bei den Lieferungen von Energierohstoffen weiterhin kein Ende in Sicht ist. Überdies stehen europĂ€ische LĂ€nder, darunter auch Deutschland, unter Zeitdruck, die ungewöhnlich niedrigen FĂŒllstĂ€nde der Gasspeicher vor dem Wintereinbruch wieder aufzufĂŒllen. Experten gehen davon aus, dass der Wettbewerb um Lieferungen wĂ€hrend der Heizperiode hĂ€rter ausfallen könnte, sollten die weltweiten Lieferströme weiterhin knapp bleiben.

Die Lieferungen von FlĂŒssigerdgas (LNG) nach Westeuropa hatten zwar Anfang September zugenommen, wie aus Schiffsverfolgungsdaten hervorgeht, die von der Nachrichtenagentur Bloomberg ausgewertet wurden. In der vergangenen Woche seien die Lieferungen aber wieder gesunken, wĂ€hrend sich gleichzeitig die BefĂŒllung der Gasspeicher verlangsamt habe.

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