Aktien Europa: Leichte Gewinne - ASML legen deutlich zu
15.01.2026 - 12:20:19Insgesamt blieben Investoren aber vorsichtig nach zuletzt starker Entwicklung und der anlaufenden US-Berichtssaison.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg gegen Mittag um 0,52 Prozent auf 6.036,27 Punkte. Ăhnlich sah es auĂerhalb des Euroraums an der britischen Börse aus. Der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 kletterte um 0,55 Prozent auf 10.240,26 Punkte. Der Schweizer SMI CH0009980894 zog um 0,22 Prozent auf 13.493,98 Punkte an.
Positive Signale gab es von der Konjunktur. Die Industrieproduktion der Eurozone war im November stÀrker als erwartet gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legte sie um 0,7 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet. Zudem wuchs die deutsche Wirtschaft 2025 leicht und hofft weiter auf Aufschwung im neuen Jahr.
StĂ€rkster Sektor waren die Technologiewerte. FĂŒr Nachfrage nach Halbleiterwerten sorgte der Chiphersteller Taiwan Semiconductor (TSMC) mit seinen GeschĂ€ftszahlen und dem starken Ausblick fĂŒr das erste Quartal. Nachfrage und ProfitabilitĂ€t blieben hoch und zeichne sich keinerlei AbschwĂ€chung bei Investitionen in KĂŒnstliche Intelligenz (KI) ab. ASML NL0010273215 zogen um ĂŒber fĂŒnf Prozent an und verzeichneten damit ein neues Hoch.
Die Aktien von Richemont CH0210483332 und der Luxussektor konnten Anfangsgewinne nicht halten. Der Schweizer Schmuck- und Uhrenkonzern hatte zwar im dritten Quartal des GeschĂ€ftsjahres 2025/26 trotz hoher Vorjahresbasis den Umsatz krĂ€ftig gesteigert und die Vorgaben der Analysten ĂŒbertroffen. Einmal mehr lief das GeschĂ€ft in den SchmuckhĂ€usern auf Hochtouren. Allerdings warnte Richemont davor, dass negative WĂ€hrungseffekte und gestiegene Rohmaterialkosten auf die Margen drĂŒcken. Die Aktie gab um 1,6 Prozent nach. Auch Swatch CH0012255151 fielen nach Anfangsgewinnen ins Minus. Kering FR0000121485 sanken sogar um 3,7 Prozent.
Ălwerte schwĂ€chelten ebenfalls. Die Ălpreise hatten wegen der Hoffnung auf das Ausbleiben eines MilitĂ€rschlags der USA gegen den Iran krĂ€ftig nachgegeben. "Anleger haben quasi ĂŒber Nacht eine plötzliche Neubewertung der geopolitischen Risiken vorgenommen, was zu einem scharfen RĂŒckgang der Ălpreise und Edelmetalle fĂŒhrt", merkte Analyst Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank, an.
@ dpa.de
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