Europa Schluss: Kleines Minus - US-Teuerung bringt keine Impulse
10.10.2024 - 18:41:44 | dpa.deDie mit Spannung erwarteten Verbraucherpreise aus den USA brachten keine neuen Impulse. Auch in den Vereinigten Staaten selbst blieb eine gröĂere Reaktion aus, auch wenn die Inflationsraten im September etwas höher als prognostiziert ausgefallen sind.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor 0,25 Prozent auf 4.970,34 Punkte. AuĂerhalb des Euroraumes gab der schweizerische SMI CH0009980894 um 0,37 Prozent auf 12.077,76 Punkte nach. Der britische FTSE 100 GB0001383545 verlor 0,07 Prozent auf 8.237,73 ZĂ€hler.
"Die etwas höher als erwarteten Inflationsraten aus den USA sind von den Anlegern lediglich zur Kenntnis genommen worden", kommentierte Analyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets. "GroĂe Verwerfungen blieben aus, auch weil die Daten die US-Notenbank Fed von ihrem Kurs, die Zinsen 'schrittweise' zu senken, nicht abbringen dĂŒrften." GroĂe Schritte seien angesichts der starken US-Wirtschaft und den, wenn auch abgeebbten Inflationssorgen, nicht zu erwarten. Alles in allem aber bewege sich die Teuerung langsam aber sicher auf das Zwei-Prozent-Ziel der Fed zu, und "das ist, was zĂ€hlt."
StĂ€rkster Sektor war die Versicherungsbranche. Dass sich Hurrikan "Milton" an der WestkĂŒste Floridas abgeschwĂ€cht hat, sorgte fĂŒr Erleichterung und gab den Aktien von europĂ€ischen RĂŒckversicherern Auftrieb. Im EuroStoxx gewannen Munich Re als Spitzenwert 2,9 Prozent. Scor stiegen in Paris um 2,8 Prozent und im SMI waren Swiss Re CH0126881561 Favorit mit plus 2,8 Prozent.
Unter den Pharmawerten ragten die Aktien der britischen GSK GB0009252882 mit plus 3,2 Prozent heraus. Das Unternehmen legte in den USA gegen eine Milliardenzahlung zehntausende FĂ€lle im Zusammenhang mit angeblichen Krebsrisiken des Medikaments Zantac beigelegt. Es wurden entsprechende Vereinbarungen mit zehn KlĂ€gerfirmen getroffen, die zusammen 93 Prozent - circa 80.000 - der bei Staatsgerichten anhĂ€ngigen Produkthaftungsklagen wegen Zantac (Ranitidin) vertreten. Analysten Ă€uĂerten sich positiv.
Unter den Chemiewerten gewannen die Aktien des Schweizer Riechstoff- und Aromenherstellers Givaudan CH0010645932 0,4 Prozent. Die Umsatzentwicklung im dritten Quartal sei brillant gewesen, lobte ZKB-Analyst Daniel BĂŒrki. Zudem habe sich das Wachstum weiter "verblĂŒffend" beschleunigt. Analyst Konstantin Wiechert von der Baader Bank verwies zugleich aber auch darauf, dass Givaudan fĂŒr die Monate bis zum Jahresende nur noch ein moderateres Wachstum in Aussicht gestellt hat.
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