Aktien Europa: Verluste im Sog der internationalen Leitbörsen
21.11.2025 - 12:06:10Sie setzten damit die Entwicklung fort, die sich bereits am Vortag mit den im Handelsverlauf geschmolzenen Gewinnen angedeutet hatte. Damit ist die Euphorie nach den Zahlen von Nvidia US67066G1040 rasch verflogen. Immerhin blieb den europÀischen Börsen der ausgeprÀgte Verkaufsdruck an einigen asiatischen Börsen erspart.
Gegen Mittag sank der EuroStoxx 50 EU0009658145 um 1,32 Prozent auf 5.496,31 Punkte. AuĂerhalb des Euroraums tendierte der Schweizer SMI CH0009980894 unverĂ€ndert. Hier stĂŒtzten die Gewinne einiger Schwergewichte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 sank dagegen um 0,61 Prozent auf 9.469,96 Punkte.
Marktteilnehmern war rasch die Kehrseite des Erfolgs von Nvidia bewusst geworden. "Die Hochleistungschips von Nvidia mögen ausverkauft sein, doch damit auch zu Preisen, die sich bei den KĂ€ufern auf der Kostenseite und damit zunĂ€chst in langsamerem Wachstum bemerkbar machen dĂŒrften", erklĂ€rte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Die Diskussionen ĂŒber die aktuellen Bewertungen der groĂen Technologiefirmen dĂŒrften auch in der kommenden Woche weitergehen."
Von der europÀischen Konjunktur kamen unterdessen durchwachsene Signale. "Der Einkaufsmanagerindex zeigt, dass die Konjunkturperspektiven gedÀmpft bleiben", stellte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank fest.
SchwĂ€chster Sektor waren die Ălwerte. Sie reagierten damit auf die Entwicklung der Ălpreise. Am Markt wurde auf den Friedensplan der USA fĂŒr die Ukraine als Belastung verwiesen. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj machte sich den Vorschlag der USA zwar nicht zu eigen, zeigte sich aber gesprĂ€chsbereit.
Auch Technologiewerte verloren. Die Aktie von ASML NL0010273215 sank um 6,4 Prozent und zog den Sektor nach unten. Sie reagierte damit auf die schwachen Vorgaben groĂer US-Halbleiterwerte. "Der Abverkauf zielte prĂ€zise auf Wachstumswerte und vor allem ihre Schwergewichte", hieĂ es in einer EinschĂ€tzung des Brokers Index Radar zu den Vorgaben aus den USA.
Ein Schwergewicht aus dem Finanzsektor gehörte ebenfalls zu den Verlierern. Aktien der UBS CH0244767585 fielen um 2,1 Prozent. Der Schweizer Vermögensverwalter hat sein Aktien-RĂŒckkaufprogramm fĂŒr dieses Jahr abgeschlossen. Das RĂŒckkaufvolumen betrug rund 1,6 Milliarden Franken. Damit entfĂ€llt zunĂ€chst eine StĂŒtze fĂŒr den Kurs.
Besser hielt sich ein anderes Schwergewicht am Schweizer Aktienmarkt. Roche CH0012032048 setzten ihre AufwĂ€rtsbewegung fort und erreichten ein neues Jahreshoch. Das Unternehmen hatte in dieser Woche mit positiven Nachrichten auf sich aufmerksam gemacht. Auch andere defensive groĂe Schweizer Werte wie Nestle CH0038863350 und Novartis CH0012005267 hielten sich mit leichten Gewinnen gut.

