Börsen/Aktien, Spanien

Aktien Europa: Verluste - Fristende im Zollstreit rĂŒckt nĂ€her

04.07.2025 - 12:13:24 | dpa.de

Europas Börsen haben am Freitag geschwĂ€chelt. Das nĂ€her rĂŒckende Fristende im Zollstreit mit den USA belastete.

"Mitte nĂ€chster Woche fĂ€llt mit dem Ende von Trumps Drei-Monats-Frist spĂ€testens die Entscheidung, ob es einen Deal gibt oder die angedrohten höheren US-Importzölle fĂŒr die EU RealitĂ€t werden", so Chefstratege Robert Greil von Merck Finck.

Am Mittag verlor der EuroStoxx 50 EU0009658145 1,05 Prozent auf 5.287,20 Punkte. Auch außerhalb des Euroraums ging es nach unten. Der Schweizer SMI CH0009980894 sank um 0,58 Prozent auf 11.908,69 Punkte, der britische FTSE 100 GB0001383545 verlor 0,3 Prozent auf 8.797,10 Punkte.

"Es ist unmöglich zu prognostizieren, welchen Verlauf der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU nÀchste Woche nehmen wird und ob noch rechtzeitig eine Einigung gefunden werden kann", betonte Chefvolkswirt Edgar Walk von Metzler Asset Management.

Unter Druck standen daher vor allem exportorientierte Sektoren wie Autos und Rohstoffe. "Die EU scheint einen US-Mindestzoll von zehn Prozent auf alle EU-Exporte akzeptiert zu haben, hofft aber, die sektorspezifischen Zölle auf Stahl, Aluminium und Autos noch auf ein niedrigeres Niveau verhandeln zu können", so Walk.

Auf der anderen Seiten hielten sich defensive Sektoren wie Telekommunikation, Pharma und Nahrungsmittel in dem unsicheren Umfeld besser. Selbst negative Nachrichten belasteten die Aktien von Spirituosen-Produzenten nicht sonderlich. So erhebt China im laufenden Handelsstreit mit BrĂŒssel nun offiziell Zölle auf Weinbrand aus der EU. Mit der Maßnahme werden damit ab dem 5. Juli an der Grenze AufschlĂ€ge zwischen 27,7 und 34,9 Prozent fĂŒr die Spirituosen fĂ€llig. Produkte von Unternehmen, die Preisverpflichtungen eingegangen waren, sind von den Zöllen ausgenommen, wenn sie die notwendigen Bedingungen erfĂŒllen. Pernod Ricard FR0000120693 verloren nach anfangs deutlichen Verlusten lediglich 0,3 Prozent.

Ohne stĂ€rkere Auswirkungen auf den Kurs blieb auch eine Nachricht zum Luftfahrtsektor. Air France-KLM FR001400J770 will die Mehrheit an dem skandinavischen Konkurrenten SAS SE0003366871 ĂŒbernehmen. Dazu stockt das Unternehmen seinen bereits bestehenden Anteil von 19,9 Prozent auf 60,5 Prozent auf. Air France-KLM hatte sich bereits beim Einstieg 2023 eine solche Option gesichert. Analyst Harry Gowers von JPMorgan wertete den Schritt positiv, da Air France-KLM damit besseren Zugang zum lukrativen skandinavischen Markt erhalte. Die Aktie tendierte wenig verĂ€ndert.

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