Aktien, Europa

Aktien Europa: Leichte Verluste vor Beginn der US-Berichtsaison

14.10.2025 - 11:52:29

Europas wichtigste AktienmÀrkte haben am Dienstag geschwÀchelt.

Vor dem Start der US-Berichtssaison, die traditionell von den großen Banken eingelĂ€utet wird, dominierte Vorsicht.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am spĂ€ten Vormittag 0,74 Prozent auf 5.526,98 Punkte. Außerhalb des Euroraums trat der Schweizer SMI CH0009980894 auf der Stelle. Auch der britische FTSE 100 GB0001383545 tendierte kaum verĂ€ndert.

Der neu entfachte Handelsstreit zwischen den USA und China belastete. "Beide Seiten signalisieren zwar GesprĂ€chsbereitschaft, im Augenblick scheint aber keine Seite klein beigeben zu wollen", merkte Analyst Christian Henke vom Broker IG Markets an. "Damit dĂŒrfte der Handelsstreit vorerst das zentrale Thema an den FinanzmĂ€rkten bleiben."

An der Spitze der Sektoren standen die Telekomwerte. Aktien von Ericsson SE0000108656 trieben die Branche mit einem Kurssprung von ĂŒber 13 Prozent nach oben. Die Analysten von JPMorgan begrĂŒndeten den starken Anstieg mit der deutlich besser als erwarteten Margenentwicklung. Aktien des Konkurrenten Nokia FI0009000681 stiegen um drei Prozent.

Gut kamen auch die Zahlen von Givaudan CH0010645932 an, deren Aktien um 1,7 Prozent kletterten. Analysten verwiesen darauf, dass das organische Wachstum im dritten Quartal ĂŒber den Erwartungen gelegen habe. Die ZKB sprach von "soliden" Zahlen und betonte die "anhaltende StĂ€rke" im GeschĂ€ft mit LuxusparfĂŒms.

Im Autosektor brachen dagegen Michelin FR0000121261 nach einer Gewinnwarnung um ĂŒber acht Prozent ein. Analysten betonten das Ausmaß der Prognosesenkung und die Folgen fĂŒr das operative Ergebnis der Franzosen in diesem Jahr. Auch Aktien anderer Reifenhersteller kamen unter Druck.

Im schwĂ€chelnden Ölsektor belasteten die Verluste der Aktie von BP GB0007980591. Der britische Ölkonzern hatte im dritten Quartal zwar einer ersten EinschĂ€tzung zufolge mehr Öl und Gas gefördert. Gleichzeitig teilte das Unternehmen aber mit, dass das Ergebnis im Ölhandel "schwach" ausfallen dĂŒrfte. Die Aktie gab um 1,5 Prozent nach.

@ dpa.de