Aktien Europa: Leichte Verluste - Rally geht die Luft aus
06.03.2025 - 12:09:00 | dpa.deNach dem deutlichen Anstieg am Vortag machte sich vor der Zinsentscheidung der EuropÀischen Zentralbank (EZB) und dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag eine gewisse Vorsicht bemerkbar.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Mittag 0,5 Prozent auf 5.461,69 Punkte. AuĂerhalb der Eurozone sank der Schweizer SMI CH0009980894 um 1,24 Prozent auf 12.949,39 ZĂ€hler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 0,98 Prozent auf 8.669,92 Punkte nach.
Der Broker Index Radar verwies auf negative Vorgaben vom Anleihemarkt, wo die Renditen weiter gestiegen sind. Der EZB-Zinsentscheidung komme damit eine noch gröĂere Bedeutung zu. Die EZB werde zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte senken, doch die entscheidende Frage bleibe: "Wie wird die Notenbank die fiskalischen VerĂ€nderungen in ihrem Ausblick berĂŒcksichtigen?", hieĂ es. "Weniger Zinssenkungen als bislang erwartet könnten die Folge sein."
Auch der US-Arbeitsmarktbericht hat das Zeug, die Renditen der Anleihen weiter anzutreiben. "Wir rechnen mit einem erneuten RĂŒckgang der Arbeitslosenquote, was die jĂŒngsten Zinssenkungsspekulationen am US-Rentenmarkt dĂ€mpfen könnte", so die Experten der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg.
Schwach waren vor diesem Hintergrund die Immobilientitel. Die krĂ€ftig gestiegenen Anleiherenditen setzten dem zinssensitiven Sektor erneut zu. Auch Sektoren wie Pharma, Versorger und Nahrungsmittel, deren wenig konjunkturabhĂ€ngige und teils dividendenstarke Aktien den Ruf von Anleihealternativen genieĂen, litten unter den Vorgaben vom Rentenmarkt.
Besser sah es bei den Bauwerten aus. Sie knĂŒpften an die starke Vortagesentwicklung an und profitierten einmal mehr von der Hoffnung auf zusĂ€tzliche schuldenfinanzierte Ausgaben fĂŒr Infrastruktur in Deutschland. Geberit schwangen sich mit 4,4 Prozent ins Plus. Der Schweizer SanitĂ€rausstatter hatte im Rahmen der Erwartungen liegende Zahlen mitgeteilt.
Im Sektor der Reisewerte ragten die Aktien der Fluggesellschaften mit deutlichen Gewinnen hervor. Die französisch-niederlĂ€ndische Air France-KLM FR001400J770 will mit dem Fokus auf profitablere Routen und einem Sparprogramm bei KLM den operativen Gewinn nach einem RĂŒckgang in diesem Jahr wieder steigern. Die Analysten von JPMorgan sprachen von einem ausgesprochen positiven Ausblick. Die Aktie legte fast 20 Prozent zu. Auch das Zahlenwerk der Lufthansa DE0008232125 kam gut an und lieĂ die Aktie krĂ€ftig steigen.
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