Aktien Europa: Stabilisierung - Technologiewerte gefragt
17.09.2025 - 11:58:38Zu mehr als einer moderaten Stabilisierung reichte es vor der US-Zinsentscheidung am Abend jedoch nicht. "Die gestrigen US-Konjunktur- und Preisdaten hatten noch einmal fĂŒr etwas Verunsicherung gesorgt, da diese eine festere US-Wirtschaft und leichten Preisdruck in den USA signalisiert hatten", betonte Marktexperte Andreas Lipkow. "Nun stellt sich die Frage, wie weit die US-Fed das Zinsband 2025 absenken wird."
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann am spĂ€ten Vormittag 0,17 Prozent auf 5.381,67 Punkte. AuĂerhalb des Euroraums ging es fĂŒr den Schweizer SMI CH0009980894 um 0,26 Prozent auf 11.987,27 ZĂ€hler abwĂ€rts. Der britische FTSE 100 GB0001383545 zog dagegen um 0,21 Prozent auf 9.214,58 Punkte an.
Gefragt waren einmal mehr die Technologiewerte. Hier setze das Schwergewicht SAP DE0007164600 mit plus 2,8 Prozent Akzente. "Die Titel sind gestern im Zuge der Marktkorrektur unter Verkaufsdruck geraten und werden heute von SchnĂ€ppchenjĂ€gern eingesammelt", merkte Lipkow dazu an. Jefferies-Analyst Charles Brennan betonte, er rechne nach der Korrektur der vergangenen Wochen mit einer Wende der Kursentwicklung. SAP verfĂŒge ĂŒber vielfĂ€ltige Hebel, um dauerhaftes Wachstum zu erzielen.
Auch Novo Nordisk DK0062498333 gehörten zu den Gewinnern. Die Privatbank Berenberg hatte den Wert von "Hold" auf "Buy" gestuft. Ungeachtet noch bestehender Hindernisse habe der neue Konzernchef die Chance, positiv zu ĂŒberraschen, hieĂ es in der Analyse.
Am Ende des Feldes bewegten sich dagegen die Energieaktien. Die Ălpreise hatten leicht nachgegeben und damit die Gewinnserie der Vortage beendet. Die Sorge vor einem Ausfall russischer Ăllieferungen, hatte den Notierungen zuletzt Auftrieb verliehen. Auch Rohstoffaktien schwĂ€chelten nun etwas.
Exportorientierte Branchen wie Auto und Chemie zĂ€hlten gleichfalls nicht zu den Favoriten. Druck kam von der WĂ€hrungsseite. "Mit der Aussicht auf einen startenden Zinssenkungszyklus der Federal Reserve verliert der Dollar und der Euro springt auf ein Vier-Jahres-Hoch ĂŒber 1,18 US-Dollar", stellte Marktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker RoboMarkets fest. "Nach Wochen der Lethargie und Unentschlossenheit sowohl auf KĂ€ufer- als auch auf VerkĂ€uferseite könnte jetzt an der Börse der schwĂ€chste Börsenmonat des Jahres, der September, richtig beginnen."

