Europa Schluss: Ăberwiegend moderate Gewinne - Lage bleibt fragil
10.04.2026 - 18:27:18 | dpa.deVor den direkten GesprĂ€chen zwischen den USA und Iran herrschte ZurĂŒckhaltung.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss mit einem Plus von 0,51 Prozent bei 5.926,11 Punkten. Daraus resultierte fĂŒr den Leitindex der Eurozone ein Wochengewinn von mehr als vier Prozent. AuĂerhalb des Euroraums stieg der schweizerische SMI CH0009980894 am Freitag um 0,18 Prozent auf 13.183,28 ZĂ€hler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 sank um 0,03 Prozent auf 10.600,53 Punkte.
Die Vorsicht der Investoren galt den schwierigen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. "Solange beide Seiten auf ihre Maximalforderungen bestehen, sieht es nicht gerade nach groĂer Entspannung aus", betonte Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. "Nachdem eine schnelle Einigung eher unwahrscheinlich wirkt, dĂŒrften die FinanzmĂ€rkte volatil bleiben." Allerdings sei der Druck auf die Trump-Regierung, den Krieg zu beenden, schon wegen der Zwischenwahlen im Herbst hoch.
Aus Branchensicht gehörten Aktien aus dem Mediensektor sowie Rohstoff- und Technologiewerte europaweit zu den gröĂten Gewinnern. Die stĂ€rksten Verluste verzeichneten hingegen Versicherer. Dies war vor allem den Papieren von Zurich Insurance CH0011075394 geschuldet, die um 4,1 Prozent absackten. Das deutliche Minus war aber lediglich optischer Natur, denn die Aktie wurde am Freitag mit einem Dividendenabschlag gehandelt.
Auch Ăl-Titel gehörten zu den deutlichen Verlierern, wobei die Abgaben angesichts der zuletzt relativ stabilen Ălpreise ĂŒberschaubar waren. "Entscheidend fĂŒr die Entwicklung der Energiepreise und damit auch der Konjunktur ist, ob der Krieg endet und die StraĂe von Hormus bald wieder frei befahrbar wird", erklĂ€rten die Experten der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg. "Selbst nach einem Kriegsende dĂŒrfte es einige Zeit dauern, bis die VersorgungslĂŒcken geschlossen sind und die Energieinfrastrukturen wieder vollstĂ€ndig funktionieren." Die Preise dĂŒrften also nicht sofort auf das Vorkriegsniveau fallen.
Unter den Einzelwerten zeigten sich die Anteilsscheine von Holcim CH0012214059 mit einem Kursanstieg von mehr als 4 Prozent in starker Verfassung. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte die Aktien des Baustoffkonzerns von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Der schlechte Lauf der Papiere im bisherigen Jahresverlauf biete eine gute Einstiegschance in eine mehrjĂ€hrige Wachstumsstory, begrĂŒndete Analyst Ben Rada Martin seine Kaufempfehlung.
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