Experte Neumann zur Drohnen-PrÀvention: Passiert ist nichts
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 23:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wir sprechen da seit Jahren drĂŒber, und wirklich passiert ist eigentlich nichts", sagte der Experte vom King's College in London im ZDF-"Heute Journal" nach der Entdeckung einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen. "Da muss unglaublich viel geschehen: bei Systemen zur Drohnenabwehr, Drohnenerkennung, bei dem Kompetenzwirrwarr, das es nach wie vor gibt, bei der Schaffung eines einheitlichen rechtlichen Rahmens."
Falls tatsĂ€chlich Russland dahinterstecke, mĂŒsse Deutschland dann natĂŒrlich eine Botschaft senden. "Eine Botschaft, die nicht so eine Ăberreaktion ist, dass man dadurch in den Krieg hineingezogen wird, aber die eben auch nicht SchwĂ€che signalisiert. Also gar nichts zu tun, das wĂŒrde von (PrĂ€sident Wladimir) Putin so interpretiert, als wĂ€re es möglich, so eine Art von Angriff zu machen und es passiert nichts", erklĂ€rte Neumann. Deutschland mĂŒsse genau den richtigen kommunikativen, strategischen Punkt finden. "Und das ist die groĂe Herausforderung fĂŒr die Bundesregierung. Denn sonst funktioniert die Abschreckung nicht."
Am Flughafen Leipzig/Halle war am spĂ€ten Mittwochabend in der NĂ€he ukrainischer Transportflugzeuge eine mit Sprengstoff und ZĂŒnder bestĂŒckte Drohne entdeckt und von einem Mitarbeiter zum Absturz gebracht worden. Ein infolge der Sperrung kurz danach durchstartendes Flugzeug kollidierte mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt, möglicherweise einer zweiten Drohne. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einem hybriden Anschlagsszenario, das auf hochprofessionelle TĂ€ter zurĂŒckgeht. Er schlieĂt "fremde MĂ€chte" als Drahtzieher nicht aus.
