Trotz US-Zollbremsen: Elektroindustrie knackt Exportrekord
23.02.2026 - 09:32:12 | dpa.deWichtiger Faktor war nach Angaben des Branchenverbandes ZVEI der starke Dezember, der ein Ausfuhrplus von 10,6 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro brachte. Erstmals seit langem legten in dem Monat die Importe elektrotechnischer und elektronischer GĂŒter weniger stark zu als die Exporte.
"Bemerkenswert ist, dass die Elektroexporte im vergangenen Jahr in nahezu alle Top-20-AbnehmerlĂ€nder zulegen konnten", erlĂ€uterte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. "Die einzigen Ausnahmen bilden hier ausgerechnet die beiden gröĂten AbnehmerlĂ€nder: die USA und China."
Die Lieferungen in die USA sanken nach Angaben des Verbandes der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) binnen Jahresfrist um 3,0 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Dennoch ĂŒberholten die Vereinigten Staaten China als gröĂten Abnehmer von Elektronik "Made in Germany" nach einem Jahrzehnt wieder, wie Gontermann einordnete. Nach China gingen im vergangenen Jahr Ausfuhren von 23,5 Milliarden Euro und somit 6,2 Prozent weniger als 2024.
ExportgeschÀft in Europa durchgÀngig mit ZuwÀchsen
Auf den weiteren PlĂ€tzen der zehn wichtigsten AbnehmerlĂ€nder fĂŒr die deutsche Elektro- und Digitalindustrie stehen ausschlieĂlich europĂ€ische LĂ€nder. Dort gab es durchgĂ€ngig ZuwĂ€chse. Mit einem Plus von 7,3 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro belegen die Niederlande Rang 3, dicht gefolgt von Frankreich (15,8 Mrd Euro).
Besonders krĂ€ftig zogen die Branchenausfuhren in die auĂerhalb der Top Ten platzierten LĂ€nder DĂ€nemark und Taiwan an, die jeweils um 22,9 Prozent auf 4,1 Milliarden beziehungsweise 3,6 Milliarden Euro hochschnellten. Deutliche ZuwĂ€chse verbuchte die Branche auch im GeschĂ€ft mit Mexiko und Indien.
Allzeithoch auch fĂŒr die Einfuhren
Einen Rekord verzeichnet die Branche zudem bei den Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer GĂŒter nach Deutschland: Von Januar bis Dezember summierten sich die Importe auf 274,9 Milliarden Euro und ĂŒbertrafen den Wert des Jahres 2024 damit um 8,0 Prozent.
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