EZB-PrÀsidentin, Energien

EZB-PrĂ€sidentin plĂ€diert fĂŒr mehr erneuerbare Energien

05.05.2026 - 16:02:14 | dpa.de

EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde plĂ€diert auch angesichts des Iran-Kriegs fĂŒr den Ausbau erneuerbaren Energien.

"Europa importiert rund 60 Prozent seiner Energie - nahezu vollstĂ€ndig in Form fossiler Brennstoffe", sagte die Französin in Frankfurt auf einer Konferenz der EuropĂ€ischen Zentralbank zu Klima, Natur und Geldpolitik. "Die heutigen, stark steigenden Energiepreise fĂŒhren die Kosten dieser AbhĂ€ngigkeit vor Augen."

Alternative Energiequellen böten den besten Weg, um die Zielkonflikte zwischen den energiepolitischen Zielen Europas - Sicherheit, Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit - zu verringern, sagte Lagarde.

Spanien und Portugal besser vor Anstieg der Gaspreise geschĂŒtzt

Eine Analyse der EZB zum aktuellen Energiepreisschock zeige, dass LĂ€nder, in denen ein höherer Anteil des Stroms aus nicht-fossilen Quellen erzeugt werde - wie etwa Spanien und Portugal - besser vor dem Anstieg der Gaspreise geschĂŒtzt seien.

Lagarde verwies auch auf die Kosten des Klimawandels. Ein Wetterereignis, das die landwirtschaftliche Produktion beeintrĂ€chtige, könne die Lebensmittelpreise hochtreiben. So habe die Hitzewelle des vergangenen Sommers die Preise fĂŒr unverarbeitete Lebensmittel im Euroraum nach einem Jahr schĂ€tzungsweise um bis zu 0,7 Prozentpunkte erhöht.

Lagarde: Klimawandel trifft die Wirtschaft

Solche Ereignisse könnten aber auch die Wirtschaftsleistung belasten, und das wahrscheinlich hartnĂ€ckiger als frĂŒher angenommen. "Analysen der EZB haben ergeben, dass die regionale Wirtschaftsleistung vier Jahre nach einer DĂŒrre oder Überschwemmung im Durchschnitt um rund 3 Prozentpunkte gedrĂŒckt bleibt."

Wegen des Iran-Kriegs haben sich Erdöl und Gas am Weltmarkt rasant verteuert, was Unternehmen und Verbraucher belastet. Mit dem Energiepreisschock stieg die Inflation in der Eurozone im April auf drei Prozent - weit mehr als das mittelfristige EZB-Ziel von zwei Prozent. Wegen des Inflationsdrucks zeichnet sich eine Leitzinserhöhung im Juni ab.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis   Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 69281882 |