Facc Aktie: 162 Prozent Gewinn in zwölf Monaten
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 02:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de
FACC profitiert massiv vom Drang der Airlines zu mehr Effizienz. Winglets und Sharklets aus Oberösterreich senken den Kerosinverbrauch deutlich. Das treibt die Bilanz an.
Die Aktie legte am Freitag eine Pause ein. Das Papier schloss bei 18,02 Euro. Damit verlor der Titel rund 3,3 Prozent an Wert.
Langfristig überzeugt die Performance. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um über 56 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Plus sogar bei rund 162 Prozent.
Effizienz als Wachstumstreiber
Das operative Geschäft brummt. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um knapp zwölf Prozent auf 258,2 Millionen Euro. Das EBIT verdoppelte sich parallel dazu auf 9,7 Millionen Euro.
Der globale Luftfahrtmarkt stützt diese Entwicklung. Ein Auftragsbestand von über 17.700 Flugzeugen sorgt für volle Bücher bei den Herstellern. FACC lieferte bereits über 10.000 Bauteile an den Partner Boeing aus.
Besonders attraktiv sind die Einspareffekte für die Kunden. Bestimmte Flügelspitzen können jährlich rund 170.000 Liter Treibstoff pro Maschine einsparen. Das senkt die Betriebskosten der Fluggesellschaften massiv.
Fokus auf Oberösterreich
FACC investiert kräftig in die Zukunft. Bis 2030 fließen rund 350 Millionen Euro in neue Technologien. Den Bau eines neuen Werks in Oberösterreich plant das Management für Ende 2026.
Diese Investition soll das langfristige Wachstum sichern. Etwa 120 Millionen Euro fließen allein in diesen neuen Standort für Strukturbauteile. Das Werk soll Mitte 2028 den Betrieb aufnehmen.
Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Hohe Material- und Personalkosten belasten die gesamte Branche. FACC hat die Energiepreise für das laufende Jahr bereits vollständig abgesichert.
Der Vorstand hält am Ausblick fest. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen ein Umsatzplus von bis zu 15 Prozent. Im August 2026 veröffentlicht FACC den nächsten Halbjahresbericht.
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