Maduro nach Gefangennahme zum zweiten Mal vor US-Gericht
26.03.2026 - 05:50:09 | dpa.deWĂ€hrend seiner ersten Anhörung im Januar hatte sich der 63-JĂ€hrige vor dem Bundesgericht in New York zu den von den USA erhobenen VorwĂŒrfen fĂŒr "nicht schuldig" erklĂ€rt und im Gegenzug den Vereinigten Staaten vorgeworfen, ihn entfĂŒhrt zu haben. Der Termin am Donnerstag ist ebenfalls Teil des Vorverfahrens vor einem eigentlichen möglichen Prozess.
Das werfen die USA Maduro vor
In der Nacht zum 3. Januar nahmen US-SpezialkrĂ€fte den Staatschef, der sein Land an der Spitze einer sozialistischen Regierung ĂŒber Jahre autoritĂ€r gefĂŒhrt hatte, sowie seine Ehefrau in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gefangen und brachten beide in die USA. Seither sitzen sie im GefĂ€ngnis. Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des "Drogenterrorismus" angeklagt. Er soll demnach sein Amt dazu genutzt haben, um den Schmuggel von Tausenden Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen. DafĂŒr soll Maduro sich mit DrogenhĂ€ndlern verbĂŒndet und selbst persönliche Vorteile daraus gezogen haben. Mitangeklagt ist seine Frau Cilia Flores. Auch sie sagte beim ersten Gerichtstermin, dass sie unschuldig sei.
Kritiker betrachten das US-Vorgehen in Venezuela als VerstoĂ gegen das Völkerrecht. Eine zentrale Frage ist auch, ob Maduro als Staatschef nicht besondere ImmunitĂ€t genoss - und entsprechend nicht hĂ€tte auĂer Landes gebracht und angeklagt werden dĂŒrfen.
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