Flicks, Aufgaben

Flicks 3x3-Modell macht Aufgaben KI-resistent

29.01.2026 - 10:25:12

Manuel Flick stellt ein neues Framework vor, das Aufgaben durch Kombination von Darstellungsform, Fokus und Rahmenbedingungen gegen KI-Unterstützung absichert und menschliche Denkarbeit sichtbar macht.

Bildungsexperte Manuel Flick hat ein neues Framework für die Arbeitswelt im KI-Zeitalter vorgestellt. Sein 3×3-Modell für KI-resilientere Aufgaben soll menschliche Leistung wieder sichtbar machen – ohne KI pauschal zu verbieten. Es reagiert auf ein drängendes Problem: Seit leistungsstarke Sprachmodelle verfügbar sind, schwindet der Nachweis für echte kognitive Prozesse.

Experten warnen seit Langem vor einer „Kompetenzerosion“. Das betrifft Schulen, Unis und Unternehmen gleichermaßen. Bisherige Ansätze wie KI-Detektoren oder radikale Verbote erwiesen sich als unzuverlässig oder praxisfern. Flicks Modell setzt nun auf einen anderen Weg.

Das Modell bricht mit der Logik von „erlaubt“ oder „verboten“. Stattdessen analysiert und gestaltet es Aufgaben entlang dreier Dimensionen, die jeweils drei konkrete Bausteine bieten – daher der Name 3×3.

Anzeige

Bei mündlichen Pitches und multimodalen Prüfungen entscheidet die Visualisierung oft darüber, ob Ihre Leistung ernst genommen wird oder in der Masse untergeht. Diese kostenlosen PowerPoint‑Vorlagen liefern sofort ein professionelles Design, klare Zeitstrahlen, 3D‑Elemente und handschriftliche Icons – plus konkrete Praxistipps, wie Sie Prozessdokumentation und Zwischenschritte überzeugend darstellen. Perfekt für Lehrende, Studierende und Wissensarbeiter, die ihre Eigenleistung sichtbar machen wollen und Flicks 3×3‑Ansatz praktisch umsetzen möchten. Gratis PowerPoint‑Vorlagen jetzt herunterladen

1. Dimension: Die Darstellungsform
Hier geht es um das Format des Ergebnisses. Statt anfälliger Textabgaben schlägt das Modell vor:
* Mündlich/Dialogisch: Leistung im direkten Gespräch oder Pitch zeigen.
* Analog/Praktisch: Aufgaben, die physisches Handeln erfordern.
* Multimodal mit Eigenanteil: Kombination aus Medien wie Video, Audio und Text.

2. Dimension: Der Aufgabenfokus
Der Schwerpunkt verschiebt sich vom Ergebnis zum Weg dorthin.
* Urteil & Reflexion: Persönliche Einordnung und Bewertung stehen im Vordergrund.
* Prozessdokumentation: Entwürfe und Zwischenschritte machen Denkarbeit sichtbar.
* Transfer & Verknüpfung: Wissen auf neue, spezifische Kontexte anwenden.

3. Dimension: Die Rahmenbedingungen
Diese Säule betrifft das Setting der Leistungserbringung.
* Beaufsichtigt: Moderne Formate wie Hackathons unter Aufsicht.
* Kollaborativ: Bewertung der sozialen Dynamik in Gruppenarbeiten.
* Kontext- & Ortsgebunden: Bezug zu lokalem oder firmeninternem Wissen.

Die Macht der cleveren Kombination

Die eigentliche Innovation liegt nicht in den einzelnen Bausteinen, sondern in ihrer systematischen Kombination. Ein einzelner Baustein reicht oft nicht aus. Erst die Verknüpfung mehrerer Elemente aus unterschiedlichen Dimensionen schafft robuste Aufgaben.

Ein Beispiel: Eine klassische, KI-anfällige Fallstudie wird transformiert. Sie erhält einen lokalen Bezug (Dimension 3), fordert eine Prozessdokumentation (Dimension 2) und muss als mündlicher Pitch (Dimension 1) präsentiert werden. Diese spezifische Mischung aus Kontextwissen, persönlicher Erfahrung und physischer Präsenz kann KI kaum fälschen.

Leitfaden für die eigene berufliche Relevanz

Das Modell hat direkte Auswirkungen auf Wissensarbeiter. In einer Zeit, in der Durchschnittsleistung automatisiert wird, dient es als Leitfaden für die eigene Relevanz. Wer seine Arbeit danach strukturiert, schützt sich vor Austauschbarkeit.

Es geht nicht mehr darum, dass ein Text oder Code entsteht, sondern um die Reflexion der Strategie, die Anpassung an den Kontext und die Kommunikation der Ergebnisse. Interessant ist die Parallele zu Produktivitätsmethoden wie der „3-3-3 Methode“: Während diese den zeitlichen Rahmen für Fokusarbeit liefert, gibt Flicks Modell den inhaltlichen Rahmen vor.

Paradigmenwechsel: KI als Assistent integrieren

Das Modell markiert einen Kurswechsel weg von Resignation. Es akzeptiert KI als Werkzeug, verlangt aber eine Neugestaltung der Aufgaben. So wird die KI zum Assistenten, nicht zum Ersatz.

Ein spannender Baustein ist das „Experiment mit KI-gestützter Auswertung“. Hier wird KI explizit einbezogen: Der Mensch führt eine Handlung durch, lässt die Daten von der KI analysieren und reflektiert dann kritisch über deren Ergebnis. Die Eigenleistung liegt in der kritischen Distanz zur Maschine.

Die Botschaft ist klar: Die Zeit einfacher, reproduzierbarer Aufgaben ist vorbei. Produktivität bedeutet jetzt, Arbeit komplexer, kontextbezogener und menschlicher zu gestalten. Der Prozess, die persönliche Einordnung und der spezifische Kontext sind die neuen Währungen.

Anzeige

PS: Sie bereiten einen mündlichen Pitch oder eine multimodale Abgabe vor und wollen, dass Ihre eigene Denkarbeit im Mittelpunkt steht? Viele Standard‑Layouts verstecken Zwischenschritte und Transferleistungen. Dieses kostenlose Vorlagen‑Paket zeigt stattdessen, wie Sie Prozessdokumentation, Reflexion und lokale Bezüge visuell hervorheben – mit editierbaren Layouts, Checklisten und Beispielfolien speziell für bewertete Präsentationen. So bleibt Ihre Eigenleistung sichtbar, auch wenn KI Texte unterstützt. Jetzt kostenloses Vorlagen‑Paket sichern

@ boerse-global.de