Forscher vermuten Reparaturen an Irans Atomwaffen-Anlagen
Veröffentlicht am: 11.07.2026 um 10:58 Uhr | dpa.deEntsprechende AktivitĂ€ten seien in den vergangenen Wochen etwa an dem MilitĂ€rkomplex in Parchin zu sehen gewesen, wie das auf Nuklearthemen spezialisierte Institute for Science and International Security berichtet. Der Iran steht im Verdacht, an dem Standort Sprengvorrichtungen fĂŒr Atomwaffen zu entwickeln.
Den Forschern zufolge war die Anlage zu Beginn des Krieges mehrfach getroffen worden. Nachdem Satellitenbilder anfangs AufrÀumarbeiten zeigten, mehrten sich demnach in den vergangenen Wochen Hinweise auf dauerhafte Reparaturen. Dazu zÀhlen mehrere Betonmischer und andere Vorrichtungen, um die Einschlaglöcher dauerhaft zu versiegeln.
CNN: Keine AktivitÀt in Isfahan, Natans und Fordo
Zur VerfĂŒgung gestellt wurden die Satellitenbilder vom Sender CNN, der sie in Zusammenarbeit mit dem Institut auch selbst analysierte. Bei der nach EinschĂ€tzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wichtigsten LagerstĂ€tte fĂŒr Uran, Isfahan, gebe es hingegen keine verdĂ€chtige AktivitĂ€t, berichtete CNN. Gleiches gelte fĂŒr Natans und Fordo.
Die drei Anlagen waren bereits im Sommer vergangenen Jahres von den USA bombardiert worden. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte mehrfach betont, seine Regierung ĂŒberwache die Standorte seither akribisch.
AktivitÀten ziehen Rahmenabkommen in Zweifel
Hinweise auf Reparaturen gibt es laut CNN noch an weiteren Anlagen, die mit der Entwicklung von Atomwaffen und ballistischen Raketen in Zusammenhang stehen sollen. Dazu zÀhle die Einrichtung in Pickaxe Mountain, in der tief unter der Erde an den nuklearen FÀhigkeiten gearbeitet werden soll. In den vergangenen Wochen war demnach zu sehen, wie mehrere Lkw in die Tunnel hinein und wieder heraus fuhren.
Teheran hatte sich in einem Rahmenabkommen mit den USA fĂŒr ein Ende des Krieges verpflichtet, bei seinem Nuklearprogramm den "Status quo" zu halten. Zudem verpflichtete sich der Iran, auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten.
