Thema des Tages, Aktienfokus

AKTIEN IM FOKUS 2: ASML spĂŒrt Druck wegen China-Exporten - Aixtron auch im Blick

02.01.2024 - 14:57:48 | dpa.de

FRANKFURT/AMSTERDAM - Die Aktien von Chipanlagenbauern stehen zum Auftakt des Börsenjahres 2024 wegen erneuter Sorgen mit Blick auf China-Exporte im Rampenlicht.

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FRANKFURT/AMSTERDAM (dpa-AFX) - Die Aktien von Chipanlagenbauern stehen zum Auftakt des Börsenjahres 2024 wegen erneuter Sorgen mit Blick auf China-Exporte im Rampenlicht. So konnte ASML NL0010273215 einige chinesische Kunden bereits wenige Wochen vor der Ausweitung von ExportbeschrĂ€nkungen nicht mehr mit Maschinen zur Chipherstellung beliefern. Seit 1. Januar greifen nun bestimmte Exportverbote fĂŒr sogenannte Deep-Ultraviolet-Lithografiemaschinen (DUV) in die Volksrepublik.

Die Aktien weiteren ihre Verluste im Amsterdamer Börsenhandel bis zum Nachmittag auf 2,7 Prozent aus. Im Sog ging es fĂŒr den Aktienkurs des deutschen Branchenunternehmens Aixtron DE000A0WMPJ6 im MDax DE0008467416 um 2,4 Prozent nach unten. Allerdings hatten letztere auch seit dem Zwischentief Anfang November um die HĂ€lfte zugelegt. Bei ASML betrug das Plus seither in der Spitze ein Viertel.

Der Stoxx Europe 600 Technology war am Dienstag denn auch mit einem Minus von fast zwei Prozent grĂ¶ĂŸter Verlierer im europĂ€ischen Branchentableau. Auch fĂŒr die Aktien von Chipherstellern ging es bergab, wie ein Minus von 2,5 Prozent zum Beispiel bei Infineon DE0006231004 zeigt.

Eine Lizenz fĂŒr die Auslieferung bestimmter Lithografiesysteme sei teilweise von der niederlĂ€ndischen Regierung zurĂŒckgezogen worden, teilte ASML am Montag in Veldhoven mit. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg in der Nacht zum Dienstag unter Berufung auf Insider berichtete, hat die Regierung von US-PrĂ€sident Joe Biden auf einen vorzeitigen Lieferstopp gedrungen. Der RĂŒckzug der Lizenzen habe keine wesentlichen Effekte auf die 2023er-Finanzziele, hieß es von ASML.

Ein HĂ€ndler ging davon aus, dass sich vorerst auch nichts an den Prognosen fĂŒr 2024 Ă€ndern wird. Allerdings sei es prĂ€gend fĂŒr die Stimmung, dass die Regeln weiter angepasst werden. Sollten sie weiter verschĂ€rft werden, dĂŒrfte dies die Annahmen beeinflussen, so der Börsianer. Insofern wĂ€re es nach der Branchenrally im November und Dezember keine Überraschung, wenn Anleger vor dem Start der Tech-Berichtssaison etwas aus dem Risiko gingen.

Aixtron hatte ab Ende 2022 auch immer mal wieder unter BefĂŒrchtungen hinsichtlich des wichtigen China-GeschĂ€fts gelitten, da sich Exporte wegen zeitweise fehlender Ausfuhrgenehmigungen der Bundesregierung verzögert hatten. Das Unternehmen begrĂŒndete das aber mit fehlenden KapazitĂ€ten in den Behörden. Die Lage mit Blick auf den Stau bei der Bearbeitung von Exportlizenzen hatte sich dann auch immer weiter normalisiert, wie eine Unternehmenssprecherin im Oktober im Zusammenhang mit der Vorlage der Zahlen fĂŒr das dritte Quartal gesagt hatte.

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