Zusammenfassung, Arbeit

Flugpersonal streikt am Freitag bei Lufthansa-Tochter Discover

24.01.2024 - 22:43:51 | dpa.de

FRANKFURT - Bei der Lufthansa DE0008232125-Tochter Discover Airlines streiken an diesem Freitag (26.

(neu: Kabinengewerkschaft Ufo beteiligt sich am Streik)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei der Lufthansa DE0008232125-Tochter Discover Airlines streiken an diesem Freitag (26. Januar) Piloten und Flugbegleiter. Geplant sei ein 24 Stunden langer Ausstand, geht aus einem Mitglieder-Rundschreiben der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) vom Mittwoch hervor, das der dpa vorliegt. Am spĂ€ten Abend teilte die Kabinengewerkschaft Ufo mit, dass sie fĂŒr diese Zeit ihre Mitglieder zum Warnstreik aufruft.

Discover Airlines kritisierte die Entscheidung und teilte am Abend mit, man gehe "aktuell von weitreichenden Auswirkungen" des Streiks auf den Flugbetrieb und fĂŒr die Passagiere aus. Es werde ein Ersatzflugplan erarbeitet. PrioritĂ€t sei, so "viele Reisende wie möglich an ihr Ziel zu bringen".

In einer Urabstimmung hatten knapp 96 Prozent der VC-Mitglieder fĂŒr einen Arbeitskampf gestimmt. Die VC will bei dem vor zweieinhalb Jahren gegrĂŒndeten Ferienflieger erste TarifvertrĂ€ge zu Gehalt und Rahmenbedingungen durchsetzen und hat Verhandlungen mit dem Unternehmen fĂŒr gescheitert erklĂ€rt. Auch fĂŒr die Kabinen-Crews gibt es bisher keinen Tarifvertrag. Dort verhandelt die Gewerkschaft Ufo, die bislang noch keine Urabstimmung durchgefĂŒhrt hat.

Der Leiter der Ufo-Tarifpolitik, Harry Jaeger, kritisierte, dass sich Discover als "hippes Start-up" geriere, dessen Mitarbeiter allein wegen eines tollen Spirits weit unterdurchschnittliche Arbeitsbedingungen akzeptierten. "Fakt ist, die Discover-Kabine macht einen fantastischen Job, kann davon aber kaum die Miete zahlen", sagte Jaeger. Damit mĂŒsse Schluss sein.

Discover Airlines warf der VC vor, die Verhandlungen Anfang des Jahres einseitig fĂŒr gescheitert erklĂ€rt zu haben. Ein Angebot von diesem Mittwoch habe VC kategorisch abgelehnt und als Antwort den Streik ausgerufen. Ungeachtet dieser Entwicklungen werde das Unternehmen die VergĂŒtung und Arbeitsbedingungen der Cockpit-Mitarbeitenden "zeitnah anheben".

Bis zum ersten Warnstreikaufruf kurz vor Weihnachten sei man "in sehr guten, fortgeschrittenen GesprÀchen mit der VC und auf der Zielgerade zum Abschluss eines Tarifvertrages" gewesen, teilte die Lufthansa-Tochter weiter mit. Es hÀtten Teileinigungen vorgelegen und die klare Absicht, "zeitnah im Januar weiter zu verhandeln und rasch zum Abschluss zu kommen". Eine Lösung könne nur am Verhandlungstisch gefunden werden.

Ein erster Warnstreik der Piloten am Tag vor Heiligabend war fĂŒr die meisten Passagiere noch glimpflich verlaufen. Discover konnte die FlĂŒge in Zeiten außerhalb des fĂŒnfstĂŒndigen Streikfensters verlegen. Bei einem lĂ€ngeren Ausstand könnte es hingegen schnell zu FlugausfĂ€llen kommen.

Lufthansa hatte nach dem ĂŒberraschenden Warnstreik im Dezember eine zusĂ€tzliche Vereinbarung zum Umgang untereinander - eine sogenannte Sozialpartner-Charta verlangt. Das wurde von der VC prompt als EinschrĂ€nkung der Tariffreiheit gewertet.

Der Ferienflieger der Lufthansa-Gruppe war im Corona-Sommer 2021 zunĂ€chst unter dem Namen "Eurowings Discover" gestartet und spĂ€ter in "Discover Airlines" umbenannt worden. Die bislang 24 Flugzeuge werden an den Drehkreuzen Frankfurt und MĂŒnchen auf Lang- und Mittelstrecken eingesetzt. Die Discover soll kostengĂŒnstiger als die Lufthansa-Kernmarke unterwegs sein und auf dem lukrativen Freizeit-Markt anderen Ferienfliegern wie der Condor Konkurrenz machen.

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