Produktion/Absatz, Zusammenfassung

Warnstreik in der Luftsicherheit - Etliche FlĂŒge fallen aus

01.02.2024 - 10:20:01

FRANKFURT - Ein Warnstreik der LuftsicherheitskrÀfte hat am Donnerstag die ReiseplÀne etlicher Passagiere an elf deutschen FlughÀfen durcheinandergewirbelt.

(neu: mehr Details und Hintergrund)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Warnstreik der LuftsicherheitskrĂ€fte hat am Donnerstag die ReiseplĂ€ne etlicher Passagiere an elf deutschen FlughĂ€fen durcheinandergewirbelt. Der Ausstand begann an den meisten Standorten am frĂŒhen Morgen. Am grĂ¶ĂŸten deutschen Drehkreuz in Frankfurt sind etwa keine Zustiege möglich. Von 1120 geplanten Flugbewegungen wurden zunĂ€chst rund 310 abgesagt, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport DE0005773303 mitteilte. Die Lufthansa DE0008232125 hatte angekĂŒndigt, den Großteil ihres Programms in Frankfurt einschließlich der FernflĂŒge insbesondere fĂŒr Umsteiger aufrechtzuerhalten.

An anderen FlughĂ€fen waren die Auswirkungen unterschiedlich: In Berlin etwa wurden alle Starts und viele AnkĂŒnfte gestrichen. Das Terminal war menschenleer. In DĂŒsseldorf fielen ein Drittel der Starts und Landungen aus. In Köln/Bonn, wo bereits seit Mittwochabend gestreikt wird, ging fast nichts mehr. "Nahezu alle FlĂŒge fallen aus", sagte eine Sprecherin.

Passagiere erhalten in der Regel von ihrer jeweiligen Fluggesellschaft Informationen ĂŒber ihre Verbindungen und Alternativen. Die FlughĂ€fen selbst bieten oft auf ihren Internetseiten Informationen zum Status von Starts und Landungen.

Nach SchĂ€tzung des Flughafenverbandes ADV werden insgesamt rund 1100 FlĂŒge ausfallen oder verspĂ€tet starten. Betroffen sind schĂ€tzungsweise 200 000 Passagiere. Erst am Freitag soll ein normaler Flugbetrieb möglich sein. Dann ist der nĂ€chste Warnstreik der Gewerkschaft Verdi geplant - bundesweit im öffentlichen Nahverkehr.

In dem Tarifstreit am Donnerstag sind die BeschĂ€ftigten an den Kontrollstellen zum Ausstand aufgerufen. Wenn sie komplett die Arbeit niederlegen, kommt kein Passagier von außen zu den Flugzeugen im Sicherheitsbereich. Nicht bestreikt werden das wichtige Drehkreuz MĂŒnchen und der Flughafen NĂŒrnberg, wo die BeschĂ€ftigten im öffentlichen Dienst arbeiten.

Verdi fordert fĂŒr die bundesweit rund 25 000 BranchenbeschĂ€ftigten 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde, höhere Funktionszulagen und MehrarbeitszuschlĂ€ge ab der ersten Überstunde. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von einem Jahr haben. Diese Forderungen wĂŒrden den Arbeitgebern zufolge 250 Millionen Euro zusĂ€tzliche Kosten allein in diesem Jahr bedeuten. Die Tarifparteien wollen am Dienstag weiterverhandeln.

@ dpa.de | DE0005773303 PRODUKTION/ABSATZ