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AKTIEN IM FOKUS 2: Druck bei Adidas und Puma durch Nike-EnttÀuschung lÀsst nach

19.12.2025 - 11:48:42

FRANKFURT/NEW YORK - Die Anleger der beiden deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma DE0006969603 haben es am Freitag mit negativen Vorgaben des US-Konkurrenten Nike US6541061031 zu tun.

(Neu: Adidas DE000A1EWWW0 holt Verluste auf, mehr Infos und Stimmen)

FRANKFURT/NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger der beiden deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma DE0006969603 haben es am Freitag mit negativen Vorgaben des US-Konkurrenten Nike US6541061031 zu tun. Zwei Prozent tiefer in den Handel gestartet, konnten die Adidas-Aktien ihren Abschlag zuletzt aufholen, indem sie bei 167 Euro auf Vortagsniveau standen. Puma hatten zunÀchst bis zu 3,5 Prozent verloren und reduzierten ihr Minus auf zuletzt 0,6 Prozent.

Adidas und Puma entwickelten sich damit wesentlich moderater als die Titel von Nike, was am Markt damit begrĂŒndet wurde, dass die Amerikaner mit grĂ¶ĂŸeren Herausforderungen zu kĂ€mpfen hĂ€tten. Im vorbörslichen Nasdaq-Handel sackten die Nike-Aktien um zehn Prozent ab unter die 60-Dollar-Marke. Mit dort zuletzt gezahlten 58,96 US-Dollar zeichnet sich der niedrigste Stand seit Mai ab. Noch etwas tiefer liegt bei 52,28 US-Dollar das bisherige, im April erreichte Jahrestief.

Nike hat trotz stĂ€rker als erwartet ausgefallener Erlöse im zweiten GeschĂ€ftsquartal seine Anleger enttĂ€uscht. Das Nike-Management konnte Analysten zufolge die Investoren im Rahmen einer Telefonkonferenz nicht ĂŒberzeugen. Der dort angeschlagene Ton sei vorsichtiger gewesen als erwartet, urteilte RBC-Fachmann Piral Dadhania. FĂŒr das dritte GeschĂ€ftsquartal wurde ein leichter UmsatzrĂŒckgang prognostiziert, wĂ€hrend die Markterwartung bei einem Anstieg um 1,5 Prozent liege, hieß es von JPMorgan US46625H1005.

Dadhania monierte, dass fĂŒr das dritte Quartal im Vergleich zum Vorquartal kein Signal einer wesentlichen Verbesserung des Umsatzwachstums und der Bruttomarge kam, was eine kurzfristig negative Perspektive fĂŒr die Aktien des US-Konzerns stĂŒtze. "Nike scheint sich noch in der Übergangsphase seines Sanierungsprozesses zu befinden, mit einem wohl langsameren Erholungsverlauf als erwartet", ergĂ€nzte er. Probleme hat Nike unter anderem in China, wo der Konzern "vor breit gefĂ€cherten Herausforderungen" stehe.

Hausgemacht problematisch fĂŒr Nike ist auch die Marke Converse. Jörg Philipp Frey von Warburg Research schrĂ€nkte denn auch die Bedeutung der Aussagen fĂŒr Adidas etwas ein. Seiner EinschĂ€tzung nach belegen die Nike-Resultate "erneut die ĂŒberlegene Markendynamik von Adidas". Der deutsche Hersteller wachse viel dynamischer und die UmsatzqualitĂ€t sei besser als bei Nike. "Wir sehen daher weiterhin erhebliches Potenzial fĂŒr Adidas, Marktanteile von Nike zu gewinnen", betonte der Experte.

@ dpa.de