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Frankfurt Schluss: Schwacher Wochenbeginn nach Rekordhoch

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 17:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die erneute Zuspitzung der Lage im Nahen Osten hat dem deutschen Aktienmarkt am Montag Verluste eingebrockt.

Die Öl- und Gaspreise stiegen krĂ€ftig. Gleichzeitig legten auch die Zinsen an den AnleihemĂ€rkten spĂŒrbar zu. Die Rendite zehnjĂ€hriger Bundesanleihen erreichte den höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren. In dieser Gemengelage waren Aktien nicht gefragt, Anleger strichen vielmehr Kursgewinne ein.

Der Dax DE0008469008 gab um 1,17 Prozent auf 26.258,11 ZĂ€hler nach. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex knapp ĂŒber 26.600 Punkten eine weitere Bestmarke aufgestellt. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen verlor am Montag 0,92 Prozent auf 32.724,55 Punkte.

"Gleich zu Wochenbeginn haben es Anleger mit genau den Themen zu tun, die sie seit Wochen umtreiben: den Sorgen vor steigender Inflation und ungelösten geopolitischen Fragen sowie der Angst, dass die amerikanische Notenbank bald die Zinsen anheben könnte", schrieb Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consorsbank. Zudem mĂŒsse der Dax mit dem beginnenden September als historisch schwĂ€chstem Börsenmonat des Jahres erst noch zeigen, ob er gegen diesen saisonalen Trend weiter steigen könne.

Angesichts der steigenden Zinsen an den KapitalmĂ€rkten gerieten zinssensible Aktien unter Druck. Dazu zĂ€hlen vor allem Immobilienwerte. Im Dax DE0008469008 bĂŒĂŸten Vonovia DE000A1ML7J1 3 Prozent ein. Mit Aroundtown LU1673108939, TAG Immobilien DE0008303504 und LEG DE000LEG1110 Immobilien zĂ€hlten im MDax DE0008467416 drei Aktien der Branche zu den grĂ¶ĂŸten Kursverlierern mit bis zu minus 3,6 Prozent.

Das GeschÀftsmodell von Immobiliengesellschaften basiert stark auf Fremdfinanzierung. Steigen die Renditen an den KapitalmÀrkten, steigen also tendenziell auch die Finanzierungskosten der Unternehmen. Zudem erschweren hohe Zinsen VerkÀufe aus dem Bestandsportfolio ebenso wie KÀufe.

GrĂ¶ĂŸter Verlierer im Dax waren Siemens Energy mit einem Abschlag von 5 Prozent. Auslöser war ein Medienbericht, demzufolge Elon Musk zur Stromversorgung fĂŒr eigene Rechenzentren mit SpaceX in den Bau von Gasturbinen einsteigen will.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten gab es aus dem Nebenwerte-Index SDax DE0009653386. Die Aktien von OHB DE0005936124 zogen um gut 6 Prozent an. Das Bremer Raumfahrtunternehmen soll 18 Satelliten fĂŒr die EuropĂ€ische Union bauen.

Noch vor OHB setzte sich die Sto-Aktie DE0007274136 mit einem Kursanstieg von fast 9 Prozent. Der operative Gewinn des Farben- und DÀmmstoffspezialisten fiel im ersten Halbjahr höher aus als vor einem Jahr.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Montag 1,01 Prozent auf 6.420,16 Punkte. Außerhalb der Eurozone verzeichnete ZĂŒrich CH0009980894 ebenfalls Verluste. In London GB0001383545 fand wegen eines Feiertags kein Handel statt. In New York zeigten sich der Dow Jones Industrial US2605661048 und der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 zum europĂ€ischen Handelsschluss ebenfalls schwĂ€cher./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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