Frankreich, Inflation

Frankreich: Inflation zieht unerwartet deutlich an - Preisschub bei Energie

Veröffentlicht am: 30.04.2026 um 09:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Angesichts des Ölpreisschubs im Zuge des Iran-Kriegs hat sich die Inflation in Frankreich stĂ€rker als erwartet beschleunigt.

Im April legten die fĂŒr europĂ€ische Vergleichszwecke berechneten Verbraucherpreise (HVPI) im Jahresvergleich um 2,5 Prozent zu, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte. Damit liegt die Teuerung in der zweitgrĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der Eurozone deutlich ĂŒber der Zielmarke der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB), die fĂŒr den gesamten Euroraum eine Inflation von mittelfristig zwei Prozent anstrebt.

Analysten hatten im Schnitt mit einem weniger deutlichen Anstieg von 2,0 Prozent im MĂ€rz auf 2,3 Prozent gerechnet. Im Februar hatte die Inflation noch bei 1,1 Prozent gelegen und im Januar gar nur bei 0,4 Prozent.

Angetrieben wurde die Teuerung im April erneut durch einen krĂ€ftigen Anstieg der Preise fĂŒr Energie; insbesondere die Preise fĂŒr Erdölprodukte zogen stark an. Im Dienstleistungsbereich legte die Inflation etwas zu, blieb aber unter der Zwei-Prozent-Marke.

Wie das Statistikamt weiter mitteilte, stiegen die französischen Verbraucherpreise im April im Monatsvergleich um 1,2 Prozent. Damit hat sich der Preisauftrieb ĂŒberraschend etwas beschleunigt; hier hatten Analysten einen leichten RĂŒckgang der Teuerung auf 1,0 Prozent erwartet.

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