Frankreich und Griechenland bauen MilitÀrallianz aus
25.04.2026 - 13:28:43 | dpa.deBeide LĂ€nder verlĂ€ngerten hierzu ihr seit 2021 bestehendes strategisches Kooperationsabkommen fĂŒr weitere fĂŒnf Jahre. "Es ist ein historischer Tag", sagte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis nach der feierlichen Unterzeichnung mit dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron in Athen. Nach Ablauf der fĂŒnf Jahre soll das Abkommen automatisch auf unbestimmte Zeit gelten.
Das Abkommen beinhaltet auch eine Beistandsklausel fĂŒr den Fall, dass eines der beiden LĂ€nder angegriffen wird. Es sei zugleich Teil der Bestrebungen fĂŒr eine militĂ€risch und auĂenpolitisch unabhĂ€ngigere EuropĂ€ische Union: "Wir wollen den Rest Europas inspirieren und den europĂ€ischen Pfeiler der Nato stĂ€rken", sagte Macron.
Beide Politiker werteten, dass die militĂ€rische Beistandsklausel der EU (Artikel 42.7) klarer formuliert sei als der entsprechende Artikel 5 des Nato-Vertrags. WĂ€hrend die EU-Regelung die Mitgliedstaaten deutlich zur Hilfe verpflichtet, lĂ€sst Artikel 5 der Nato den BĂŒndnispartnern Spielraum, wie sie im Ernstfall handeln.
Frankreichs RĂŒckendeckung fĂŒr Griechenland
Der französische PrĂ€sident hatte bereits am Vortag in einem im griechischen Fernsehen ĂŒbertragenen GesprĂ€ch mit Mitsotakis betont, dass Frankreich im Falle einer Bedrohung Griechenlands - etwa durch die TĂŒrkei - entschlossen an der Seite Athens stehen wĂŒrde.
Im Sommer 2020 standen Griechenland und die TĂŒrkei wegen Streitigkeiten um vermutete Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer kurz vor einer militĂ€rischen Eskalation. Seither hat Athen 24 Rafale-Kampfflugzeuge sowie vier Fregatten von Frankreich gekauft.
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