Frankreich verstÀrkt Grenzkontrollen wegen Ceuta-Andrang
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 15:09 Uhr | dpa.deAngesichts der Lage in Ceuta habe PrĂ€sident Emmanuel Macron den Innenminister zu verstĂ€rkten Kontrollen an der spanischen Grenze aufgefordert, teilte der ĂlysĂ©e-Palast in Paris mit. Frankreich berate sich mit den spanischen und marokkanischen Behörden zu der Lage und habe Spanien jede erforderliche UnterstĂŒtzung angeboten.
Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez teilte mit, er habe bereits am Donnerstagabend Anweisungen erteilt, die Kontrollen an der spanischen Grenze unverzĂŒglich zu verstĂ€rken. AuĂerdem werde die schnelle Eingreiftruppe der Grenzschutzbehörde fĂŒr Kontrollen auch im Hinterland eingesetzt. Die bislang an der Grenze zu Italien zur Kontrolle der Migration eingesetzte Einheit besteht aus KrĂ€ften der Polizei, Gendarmerie, des Zolls sowie aus Soldaten der Anti-Terror-Gruppe Sentinelle.
Frankreich kontrolliert Grenzen seit 2015
Frankreich hatte Kontrollen an seinen Grenzen nach den islamistischen AnschlĂ€gen 2015 aus TerrorschutzgrĂŒnden eingefĂŒhrt und die jeweils fĂŒr sechs Monate möglichen Kontrollen immer wieder verlĂ€ngert. In der letzten Mitteilung an die EU-Kommission begrĂŒndete Frankreich die VerlĂ€ngerung der Kontrollen mit der Terrorgefahr, einer Zunahme antisemitischer Angriffe sowie SchleuserkriminalitĂ€t.
In Ceuta ist die Lage weiter angespannt. In den vergangenen Tagen haben Zehntausende Menschen die Exklave von Marokko aus ĂŒberwiegend schwimmend erreicht.
Obwohl Marokko 1956 die UnabhĂ€ngigkeit von Frankreich und Spanien erlangte, hat Spanien dort weiterhin zwei Exklaven, Ceuta und Melilla. In der NĂ€he beider Gebiete warten oft Tausende Menschen - vorwiegend aus LĂ€ndern sĂŒdlich der Sahara - auf eine Gelegenheit, in das Gebiet zu gelangen, das zur EU, aber nicht zum Schengenraum gehört.
