Freelancer, Geld

Freelancer arbeiten lĂ€nger fĂŒr weniger Geld

19.03.2026 - 00:00:21 | boerse-global.de

SelbststĂ€ndige arbeiten im Schnitt 42 Stunden pro Woche, verdienen aber deutlich weniger. Unbezahlte Akquise und BĂŒrokratie fressen wertvolle Projektzeit, wĂ€hrend der Markt sich dreht.

Freelancer arbeiten lĂ€nger fĂŒr weniger Geld - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Freelancer arbeiten lĂ€nger fĂŒr weniger Geld - Foto: ĂŒber boerse-global.de

SelbststĂ€ndige im DACH-Raum arbeiten durchschnittlich 42 Stunden pro Woche – und verdienen deutlich weniger. Das zeigen zwei aktuelle Branchenstudien. Der Grund: Immer mehr Zeit geht fĂŒr unbezahlte Akquise und BĂŒrokratie drauf.

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LĂ€ngere Tage, schrumpfende Gewinne

Die Daten sind alarmierend: Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von Freelancern stieg von 40 auf 42 Stunden. Jeder FĂŒnfte arbeitet sogar bis zu 50 Stunden. Gleichzeitig sackte das Monatseinkommen von 8.432 auf 6.653 Euro ab.

Der durchschnittliche Stundensatz im DACH-Raum liegt erstmals nur noch bei 102 bis 103 Euro. Die Diskrepanz ist krass: mehr Aufwand, weniger Ertrag. Rund zwölf Prozent der Arbeitszeit entfallen mittlerweile auf unbezahlte Aufgaben.

Akquise frisst die wertvolle Projektzeit

Die grĂ¶ĂŸte HĂŒrde? FĂŒr 62 Prozent der Befragten ist es die Projektakquise. Fast ein Viertel der Freelancer war im vergangenen Jahr an weniger als 50 Tagen in festen Projekten gebunden. Die Suche nach AuftrĂ€gen wird zum Fulltime-Job.

Experten raten zu strikten Zeitblöcken fĂŒr die Kundenakquise – fest im Wochenplan verankert. Da 70 Prozent eine schwierige Auftragslage erwarten, darf die Suche nicht erst im Leerlauf starten. Kontinuierliche Pipeline-Pflege ist ĂŒberlebenswichtig.

KI als Retter gegen unbezahlte Stunden

KĂŒnstliche Intelligenz wird fĂŒr viele zum entscheidenden Werkzeug. KI-Tools entlasten genau dort, wo die meiste Zeit verloren geht: bei Administration, Angebotserstellung und Marketing-Vorbereitung.

Die Automatisierung von Routineaufgaben kann die unbezahlte Hintergrundarbeit signifikant reduzieren. So gewinnen SelbststĂ€ndige wertvolle Stunden zurĂŒck – fĂŒr abrechenbare Projekte oder dringende Erholung.

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Vom Anbieter- zum KĂ€ufermarkt

Der Markt hat sich gedreht. Unternehmen agieren vorsichtiger, Investitionen werden verschoben. Aus dem einstigen Anbietermarkt wird ein KĂ€ufermarkt, besonders in SchlĂŒsselbranchen.

32 Prozent der Freelancer in der Automobilbranche verzeichnen einen AuftragsrĂŒckgang, in der IT sind es 23 Prozent. Die Folge: extreme Planungsunsicherheit. Nur zwölf Prozent haben eine gesicherte Lage fĂŒr bis zu einen Monat.

Resilienz durch strikte Struktur

Trotz der Belastung sind 73 Prozent der SelbststÀndigen mit ihrer Rolle zufrieden. Um das zu halten, wird professionelles Zeitmanagement mit festen Erholungsphasen unerlÀsslich.

Der SchlĂŒssel liegt in effizienten Prozessen. Da 62 Prozent keine Preiserhöhungen planen und neun Prozent sogar senken wollen, geht es nur ĂŒber optimierte ProduktivitĂ€t. Die Devise: Verwaltungsstunden minimieren, freie Zeit strategisch investieren.

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