Freeport-McMoRan Aktie: Kupferpreis kompensiert Grasberg-Ausfall
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 14:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Freeport-McMoRan hat im zweiten Quartal mehr verdient als im Vorjahr â trotz spĂŒrbar niedrigerer Kupferproduktion. Der Grund: Die Preise fĂŒr Kupfer, Gold und MolybdĂ€n liefen dem Bergbaukonzern in die Karten und glichen die anhaltenden FörderausfĂ€lle an der indonesischen Grasberg-Mine mehr als aus.
Der Nettogewinn stieg auf 984 Millionen Dollar oder 0,68 Dollar je Aktie, nach 772 Millionen Dollar beziehungsweise 0,53 Dollar im Vorjahresquartal. Bereinigt um Sondereffekte â darunter weiterhin Wiederherstellungskosten nach dem Schlammunfall vom September 2025 in Grasberg â kletterte der Gewinn je Aktie auf 0,74 Dollar und ĂŒbertraf die AnalystenschĂ€tzung von 0,59 Dollar deutlich. Der Umsatz sank zwar um 7,3 Prozent auf 7,029 Milliarden Dollar, lag damit aber klar ĂŒber der KonsensschĂ€tzung von 6,71 Milliarden Dollar.
Preise treiben, Mengen bremsen
Der durchschnittlich realisierte Kupferpreis kletterte im Quartal auf 6,17 Dollar je Pfund, nach 4,54 Dollar im Vorjahr â ein Anstieg, der die Produktionsdelle in Indonesien wettmachte. Die Kupferförderung fiel auf 786 Millionen Pfund, wĂ€hrend die GoldverkĂ€ufe auf 123.000 Unzen zurĂŒckgingen. Die KupferverkĂ€ufe von 710 Millionen Pfund lagen dennoch ĂŒber der eigenen April-Prognose. Der operative Cashflow erreichte 2,0 Milliarden Dollar.
Vorstandschefin Kathleen Quirk verwies auf eine starke operative AusfĂŒhrung in Amerika, wĂ€hrend die Grasberg Block Cave-Mine ihre geplante Erholung fortsetze. Freeport bestĂ€tigte die Jahresprognose von rund 3,1 Milliarden Pfund Kupfer, 650.000 Unzen Gold und 93 Millionen Pfund MolybdĂ€n, bei Cash-Kosten von etwa 1,90 Dollar je Pfund Kupfer. Der Ramp-up in Grasberg soll in der zweiten JahreshĂ€lfte 2026 rund 65 Prozent der KapazitĂ€t erreichen, Mitte 2027 rund 80 Prozent, die volle KapazitĂ€t dann Ende 2027.
Parallel treibt der Konzern Wachstumsprojekte in den USA und Chile voran, darunter eine mögliche Erweiterung der El-Abra-Mine mit neuen Laugungstechnologien. Die Aktie schloss zuletzt bei 65,00 Dollar und notierte vorbörslich nach den Zahlen rund zwei Prozent höher.
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