Kanzleramtschef, Thorsten

Frei: Wer krank ist, muss sich das bescheinigen lassen

Veröffentlicht am: 03.07.2026 um 10:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Kanzleramtschef Thorsten Frei erhofft sich durch die von der Koalition geplanten VerschÀrfungen bei Krankschreibungen im Job, dass mehr gearbeitet wird.

"TatsĂ€chlich ist es so, dass wir das Arbeitsvolumen auch erhöhen mĂŒssen", sagte der CDU-Politiker im RTL/ntv-"FrĂŒhstart". "Und das ist eines von vielen Mitteln, das wir dazu ergreifen."

Union und SPD wollen Deutschland mit einem umfassenden Reformpaket aus der Wirtschaftskrise fĂŒhren. Eine der geplanten Maßnahmen: Die Möglichkeit, sich telefonisch auch ohne Praxisbesuch krankschreiben zu lassen, soll abgeschafft werden. Eine ArbeitsunfĂ€higkeitsbescheinigung soll schon am ersten Krankheitstag verpflichtend vorgelegt werden.

Frei: HausĂ€rzte sind damit frĂŒher sehr gut zurechtgekommen

"Wir kehren zurĂŒck zu den VerhĂ€ltnissen, die wir in der Vor-Corona-Zeit hatten, und uns erscheint es sinnvoll, weil es ist natĂŒrlich klar: Wenn jemand krank ist, dann muss diese Krankheit auch bescheinigt werden", sagte Frei. Mit der Situation seien die HausĂ€rzte in der Vergangenheit sehr gut zurechtgekommen. "Deshalb glaube ich, dass das auch in der Zukunft so sein wird." Wenn es tatsĂ€chliche Probleme gebe, könne nachgesteuert werden. Diejenigen, die tatsĂ€chlich krank seien, wĂŒrden sich um eine Krankschreibung bemĂŒhen, zeigte er sich ĂŒberzeugt.

"Fakt ist eben, dass wir insbesondere zu Wochenstart und Wochenende besonders viele Krankheitstage haben, das kann man, meine ich, nicht medizinisch erklĂ€ren." Damit unterstelle er nichts, sondern schaue sich nur die Zahlen an. Es sei "das Normalste von der Welt", es sich bescheinigen zu lassen, wenn man krank sei. FĂŒr die gesetzgeberische Umsetzung werde jetzt eine pragmatische Lösung gefunden.

Disclaimer...

de | boerse | 69678608 |