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Galeria sichert sich neuen Kredit

22.04.2026 - 11:56:38 | dpa.de

Frisches Geld fĂŒr Galeria: Die Warenhauskette erhĂ€lt einen neuen Kredit von ihrem Minderheitsgesellschafter Bain Capital, wie das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur bestĂ€tigte.

Die Zwischenfinanzierung soll dabei helfen, die angespannte finanzielle Situation zu ĂŒberbrĂŒcken. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet.

Galeria erhĂ€lt nach eigenen Angaben 10 Millionen Euro. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Investor Bain Capital einen Kredit gewĂ€hrt. "Die LiquiditĂ€tslage zeigt harte Schwankungen", sagte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Tilo Hellenbock. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass sich die Lage wieder stabilisieren werde.

Mehrere Vermieter von Galeria beklagten kĂŒrzlich, dass die Mietzahlungen fĂŒr April ausgeblieben seien. Betroffen ist unter anderem die Filiale am Berliner Alexanderplatz, deren Immobilie Commerz Real gehört. Berichten zufolge soll Galeria zudem in mehreren FĂ€llen gebeten haben, die Mieten zu stunden. Das war auf Nachfrage zunĂ€chst nicht kommentiert worden.

Das Warenhausunternehmen rÀumte nun ein, Vermieter der 83 Filialen um eine Stundung gebeten zu haben. Die Mietzahlungen, die eigentlich im MÀrz und April fÀllig gewesen wÀren, sollten in den Herbst verschoben werden. Dies sei jedoch nicht von allen Vermietern akzeptiert worden.

Laut Galeria wurden die Mietzahlungen in den Verhandlungen in einigen FĂ€llen zunĂ€chst gestoppt, sollen nun aber nachgeholt werden. Einige Vermieter, die eine Stundung akzeptiert haben, erhalten die Miete demnach im Herbst, zuzĂŒglich Zinsen. Ein Vermieter betonte gegenĂŒber der Deutschen Presse-Agentur, von Galeria nicht um einen Zahlungsaufschub der Miete gebeten worden zu sein. "Es gab keine Kontaktaufnahme", hieß es. Andere Unternehmen Ă€ußerten sich zunĂ€chst nicht.

Weitere Filialschließungen möglich

Rund um Galeria gab es in den vergangenen Monaten bereits mehrfach Unruhe. Im Januar wurde Finanzchef Christian Sailer abberufen. Eine BegrĂŒndung wurde nicht genannt. Im MĂ€rz gab das Unternehmen bekannt, die mittelfristig auslaufenden MietvertrĂ€ge von acht Standorten neu zu verhandeln.

Galeria rĂ€umte dabei ein, dass weitere Filialschließungen möglich sind. "Sollte es nicht gelingen, eine fĂŒr beide Seiten tragfĂ€hige Lösung zu erreichen, die allen Parteien eine langfristige Zukunft eröffnet, besteht auch die Möglichkeit von Schließungen", teilte das Unternehmen mit.

FĂŒr diesen Fall sollten vorsorglich schon Verhandlungen ĂŒber einen Interessenausgleich und einen Sozialplan fĂŒr die betroffenen Filialen aufgenommen werden. Betroffen sind die WarenhĂ€user in MĂŒnchen (Rotkreuzplatz), Berlin (KurfĂŒrstendamm, Hermannplatz), Köln (Hohe Straße, Breite Straße), Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg.

Galeria betreibt derzeit 83 Filialen und beschĂ€ftigt rund 12.000 Menschen. Anfang 2024 hatte die Kette erneut Insolvenz anmelden mĂŒssen. Daraufhin wurden neun HĂ€user geschlossen. Anschließend wurde Galeria von der US-Investmentgesellschaft NRDC und dem Unternehmer Bernd Beetz ĂŒbernommen. Beide verfĂŒgen zusammen ĂŒber mehr als 90 Prozent der Anteile, sechs Prozent entfallen laut "Handelsblatt" auf Bain Capital.

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