FrĂŒher, Schluss

FrĂŒher Schluss - Ford baut letztes Auto in Saarlouis

Veröffentlicht am: 13.11.2025 um 05:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Am Ende geht es schneller als gedacht. Nach 55 Jahren lÀuft bei Ford US3453708600 in Saarlouis an diesem Freitag (14.

November) das letzte Auto vom Band. "Wir sind einfach schon frĂŒher mit dem Programm fertig", sagte der Betriebsratsvorsitzende von Ford in Saarlouis, Markus Thal, der Deutschen Presse-Agentur.

Am letzten Tag seien noch um die 100 Autos vom Typ Focus fĂŒr die Endmontage vorgesehen. "Und irgendwann wird dann das letzte Auto auf RĂ€dern stehen", sagte Thal. Das Ende der Fahrzeugproduktion gehe den BeschĂ€ftigten in Saarlouis emotional sehr nahe. In den vergangenen Tagen hĂ€tten etliche Mitarbeiter TrĂ€nen in den Augen gehabt.

Das letzte Auto, das vom Band rollt, werde spĂ€ter der Stadt Saarlouis ĂŒberreicht, sagte Thal. "Es ist fĂŒr das Museum in Saarlouis." Zuletzt hatte man den 21. November als letzten Tag der Fahrzeugproduktion eingeplant.

Mehr als 15 Millionen Fahrzeuge gefertigt

Zuletzt sind laut Thal noch 2.700 Menschen im Saarlouiser Werk beschĂ€ftigt gewesen. FĂŒr 1.000 Mitarbeiter geht es danach im Werk weiter: Sie werden Komponenten und Ersatzteile fĂŒr Ford in Europa bauen.

Seit Beginn der Fertigung des US-Autobauers in Saarlouis im Januar 1970 sind im Werk mehr als 15,6 Millionen Fahrzeuge gebaut worden, wie ein Ford-Sprecher in Köln mitteilte. Die erfolgreichsten Modelle, die in Saarlouis vom Band liefen, waren der Ford Escort und der Ford Focus.

Entscheidung wurde vor drei Jahren getroffen

Die Ford-GeschĂ€ftsfĂŒhrung hatte im Juni 2022 entschieden, die Produktion des Modells Focus im Saarland zu beenden und dem Werk im spanischen Valencia den Vorzug fĂŒr den Bau einer Elektroauto-Plattform zu geben. Die Entscheidung traf die damals noch 4.600 BeschĂ€ftigten hart.

Seit Februar 2024 gilt fĂŒr die BeschĂ€ftigten im Ford-Werk ein Sozialtarifvertrag, der unter anderem die WeiterbeschĂ€ftigung von 1.000 Mitarbeitenden bis Ende 2032 vorsieht. Zudem sind hohe Abfindungen und PrĂ€mien, die Bildung einer Transfergesellschaft und Qualifizierungsprogramme vereinbart worden.

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