Führungskräfte scheitern oft am eigenen Zeitmanagement
28.01.2026 - 00:53:12Der Wechsel vom Teammitglied zur Führungskraft überfordert viele – weil sie an alten Arbeitsmethoden festhalten. Statt zu führen, verlieren sie sich in operativen Details. Experten sehen im strategischen Zeitmanagement den Schlüssel zum Erfolg in den ersten 100 Tagen und darüber hinaus.
Die größte Falle: Alte Gewohnheiten
Der fundamentale Fehler neuer Vorgesetzter ist der Versuch, weiterhin als Fachexperte zu arbeiten. Ihre neue Hauptaufgabe lautet jedoch, das Team zum Erfolg zu führen. Wer sich weiter in Detailaufgaben stürzt, die er gut beherrscht, vernachlässigt strategische Planung und Mitarbeiterentwicklung. Der mentale Wechsel vom „selbst machen“ zum „Ermöglichen und Steuern“ gelingt nur durch ein radikales Umdenken in der Tagesplanung.
Priorisieren lernen: Die 80/20-Regel nutzen
Für Manager ist Priorisierung die Kernkompetenz. Eine bewährte Methode ist die Eisenhower-Matrix, die Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortiert. Neue Führungskräfte müssen sich auf jene 20 Prozent der Aufgaben konzentrieren, die 80 Prozent des Erfolgs bringen. Das bedeutet:
* Proaktiv Zeitblöcke für strategische Themen im Kalender zu blocken.
* Nicht von E-Mails oder kurzfristigen Anfragen treiben zu lassen.
* Klare, abgestimmte Prioritäten für sich und das Team zu setzen.
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Der Befreiungsschlag: Richtig delegieren
Viele scheuen das Delegieren, aus Angst vor Kontrollverlust oder dem Glauben, es selbst besser zu können. Doch Delegation ist eine Führungskernkompetenz. Erfolgreich ist, wer klare Erwartungen kommuniziert und Verantwortung überträgt – nicht nur Aufgaben verteilt. Eine hilfreiche Faustregel ist die 70-Prozent-Regel: Kann ein Mitarbeiter eine Aufgabe zu 70 Prozent so gut erledigen wie Sie selbst, geben Sie sie ab. Das schafft Freiräume und fördert das Team.
Zeitmanagement als Team-Vorbild
Effektives Selbstmanagement wirkt auf die gesamte Teamkultur. Eine Führungskraft, die Prioritäten klar kommuniziert und realistische Pläne setzt, senkt den Stresspegel für alle. In einer hybriden Arbeitswelt wird diese Fähigkeit immer wichtiger. Sie schafft die nötige Kapazität, um sich auf die eigentlichen Zukunftsaufgaben zu konzentrieren: die Bindung von Talenten und die Führung von Menschen.
Ein kontinuierlicher Lernprozess
Der Einstieg in die Führungsrolle ist kein einmaliger Akt. Erfolgreiche Manager reflektieren regelmäßig ihre Methoden und passen sie an. Technologie wie KI-gestützte Assistenten kann künftig administrative Last reduzieren. Langfristig gewinnt, wer die Zeit des Teams so investiert, dass nachhaltige Ergebnisse in einem gesunden Klima entstehen.


