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FuelCell Energy: 52-Wochen-Hoch bei 34,18 Euro

Veröffentlicht: 01.07.2026 um 22:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de

FuelCell Energy erlebt Kurssprung und -sturz, sichert sich EXIM-Finanzierung für Asien und profitiert vom KI-Boom mit Rechenzentren.

FuelCell Energy Aktie: Neues Hoch, dann Absturz und KI-Chancen
Abstrakte, atmosphärische Szene der erneuerbaren Energiewirtschaft, die Wachstum und Optimismus darstellt, mit weichem Licht und futuristischer Landschaft. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Aktie von FuelCell Energy gleicht derzeit einem Schleudersitz. Erst markierte das Papier am Mittwochmorgen ein neues 52-Wochen-Hoch bei 34,18 Euro. Kurze Zeit später folgte der Absturz: Ein zweistelliger Kursverlust drückte den Titel massiv nach unten.

Die staatliche US-Export-Import-Bank (EXIM) befeuert parallel dazu die Expansion in Asien. Das Institut segnete Ende Juni ein Finanzierungspaket über 49 Millionen US-Dollar ab. Das Kapital fließt direkt in den Export von Brennstoffzellen-Ausrüstung nach Südkorea.

Die Umsetzung der Finanzierung läuft bereits auf Hochtouren. Eine erste Tranche über 22 Millionen US-Dollar wurde bereits an den Kunden Gyeonggi Green Energy ausgezahlt. Eine weitere Zahlung planen die Beteiligten für den kommenden Oktober ein.

Die Fantasie der Marktteilnehmer speist sich vor allem aus dem boomenden KI-Sektor. Der Projektbestand von FuelCell Energy schwoll im Quartalsvergleich um 250 Prozent auf gigantische 4 Gigawatt an. Knapp 89 Prozent dieser Vorhaben entfallen mittlerweile auf Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.

Passend dazu besiegelte das Unternehmen einen Pakt mit Fit Energy. Der Deal umfasst die Lieferung von bis zu 380 Megawatt Ökostrom für den Betrieb von Datenzentren. In einer ersten Phase sollen zeitnah 30 Megawatt geliefert werden.

Hinter der Wachstumsstory klafft allerdings eine finanzielle Lücke. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um fünf Prozent auf 35,6 Millionen US-Dollar. Derweil verdoppelte sich der Nettoverlust auf rund 78 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr.

Auch der Auftragsbestand ging leicht zurück und liegt nun bei 1,14 Milliarden US-Dollar. Um die hohe Nachfrage künftig bedienen zu können, plant der Vorstand eine Kapazitätserweiterung auf 500 Megawatt. Das Vorhaben kostet schätzungsweise bis zu 275 Millionen US-Dollar.

Analysten bewerten die Lage derweil sehr unterschiedlich. B. Riley hob den Daumen auf „Buy“ mit einem Ziel von 32 US-Dollar. Jefferies sieht den fairen Wert bei 24 US-Dollar, während die UBS bei einem Ziel von 22 US-Dollar zum Abwarten rät.

Die Aktie bleibt mit einer annualisierten Volatilität von fast 180 Prozent ein riskantes Pflaster für Anleger. Ein wichtiger Termin steht bereits fest: Im Oktober wird die Auszahlung der zweiten Finanzierungstranche für das Südkorea-Geschäft erwartet.

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