Entscheidung fĂŒr prĂ€zisere Herkunftsangaben auf HonigglĂ€sern
17.10.2025 - 06:21:38Auf den GlĂ€sern und Etiketten mĂŒssen dann die Namen aller UrsprungslĂ€nder gekennzeichnet werden, wenn es mehrere sind. Das sieht eine Verordnung des BundesernĂ€hrungsministeriums vor, der heute der Bundesrat zustimmen soll. Noch sind auch pauschale Angaben möglich wie "Mischung von Honig aus EU-LĂ€ndern und Nicht-EU-LĂ€ndern". Die neuen Vorgaben fĂŒr den europĂ€ischen Markt sind in einer EU-Richtlinie geregelt, die jetzt national umgesetzt wird.
ErnĂ€hrungsminister Alois Rainer (CSU) hatte bereits zur Vorlage der Verordnung deutlich gemacht: "Mit der genauen Ursprungsangabe ist bei jedem Glas Honig klar, woher der Honig kommt. Das ist die Transparenz, die wir brauchen." Eine klare Kennzeichnung fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher sorge fĂŒr Fairness im Wettbewerb und erleichtere es, sich fĂŒr heimische Produkte zu entscheiden.
Namen aller HerkunftslÀnder mit Anteil im Glas
Bei der kĂŒnftigen Kennzeichnung mĂŒssen die HerkunftslĂ€nder in absteigender Reihenfolge ihres Anteils angegeben werden und zusĂ€tzlich der Gewichtsanteil in Prozent. In Kraft treten sollen die Neuregelungen am 14. Juni 2026, wie das Ministerium erlĂ€uterte. Die 2024 auf EU-Ebene beschlossene Richtlinie muss zuvor bis zum 14. Dezember in deutsches Recht umgesetzt sein.
Hintergrund von Honigmischungen ist auch, dass die heimische Erzeugung die Nachfrage nicht deckt. Der Selbstversorgungsgrad sank im vergangenen Jahr auf 37 Prozent, wie aus Daten des Ministeriums hervorgeht. Importiert wurden 72.600 Tonnen. Wichtigste HerkunftslÀnder nach Menge waren die Ukraine (22 Prozent), Argentinien (14 Prozent), RumÀnien und Mexiko (jeweils 7 Prozent).

