Gabler Group Aktie: Tiefsee-Boom voraus
11.05.2026 - 09:57:54 | boerse-global.deRĂŒstungsbudgets wachsen, Unterwasserinfrastruktur rĂŒckt ins Blickfeld der Sicherheitspolitik â und Gabler Group aus LĂŒbeck sitzt mittendrin. CEO David Schirm zeichnet im GesprĂ€ch mit der Deutschen Presse-Agentur ein klares Bild: Wachstum ist keine Hoffnung, sondern Kalkulation.
Zwei GeschÀftsmodelle, zwei Gangarten
Im klassischen U-Boot-Segment â AusfahrgerĂ€tesysteme und Rudermaschinen fĂŒr Unterseeboote â wĂ€chst Gabler naturgemÀà im Gleichschritt mit den Werften. Schirm bringt es auf den Punkt: Ein plötzliches Hochskalieren von einem auf zehn U-Boote im Jahr ist schlicht nicht möglich. Das Unternehmen plant deshalb mit soliden fĂŒnf bis zehn Prozent jĂ€hrlichem Wachstum. Was fehlt an Tempo, gewinnt an VerlĂ€sslichkeit â denn die Auftragspipeline lĂ€sst sich im U-Boot-GeschĂ€ft jahrzehntelang im Voraus modellieren.
Anders sieht es in den Wachstumsfeldern aus. Unterwasser-Energiespeicher, maritime Kommunikationssysteme und der Schutz kritischer Offshore-Infrastruktur legen laut Schirm um 20 bis 30 Prozent pro Jahr zu. Seit der Sabotage an den Nord-Stream-Pipelines und dem anhaltenden Ukraine-Konflikt hat das Interesse an gesicherter Unterwasserinfrastruktur deutlich zugenommen. Offshore-Windparks, Datenkabel, Pipelines â alles Objekte, die plötzlich Schutzkonzepte brauchen. Auch die MinenrĂ€umung in der StraĂe von Hormuz schiebt die Nachfrage nach entsprechender Technologie an.
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Breite Aufstellung als Absicherung
Was passiert, wenn die globalen RĂŒstungsetats doch unter Druck geraten? Schirm zeigt sich gelassen. Selbst ein diplomatischer Schwenk zwischen Washington und Moskau wĂŒrde Gabler kaum treffen â die Diversifikation ĂŒber zivile und militĂ€rische Anwendungsfelder hinweg dient als Puffer.
Derzeit beschĂ€ftigt die Gabler Group rund 250 Mitarbeiter. Mit steigendem Umsatz soll das Team wachsen, wobei Schirm auf eigene Ausbildung setzt statt auf den Markt zu warten. FachkrĂ€ftemangel sei kein Thema â Leidenschaft fĂŒr das Fach, so der CEO, lasse sich entwickeln und gezielt fördern.
Die Aktie reagierte positiv auf die Aussagen und legte auf XETRA auf 38,80 Euro zu.
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