GAC, AION

GAC AION und DiDi liefern erste R2-Robotaxis aus

23.01.2026 - 17:30:12

GAC AION und DiDi Autonomous Driving haben die ersten Serienfahrzeuge ihrer gemeinsam entwickelten Robotaxi-Flotte übergeben. Die Auslieferung markiert den Übergang der strategischen Partnerschaft von der Entwicklung zur tatsächlichen Markteinführung.

Das Ereignis fand in GAC AIONS modernem Werk in Guangzhou statt. Die gelieferten R2-Fahrzeuge sind die ersten in China am Fließband produzierten Autos, die speziell für kommerzielle Robotaxi-Dienste konzipiert wurden. Sie kombinieren die Fertigungskompetenz von GAC mit der umfassenden autonomen Fahrtechnologie von DiDi. Die Fahrzeuge haben bereits die notwendigen Straßenzulassungen für Tests in Guangzhou erhalten.

Hinter dem Projekt steht das Joint Venture Andi Technology, das im April 2024 gegründet wurde. Es war die erste Partnerschaft dieser Art in China zwischen einem großen Automobilhersteller und einem Unternehmen für autonomes Fahren der Stufe 4. Das Ziel ist die beschleunigte, großflächige Einführung hochautomatisierter Fahrzeuge.

Die heutige Auslieferung ist der Höhepunkt der seit Mai 2023 laufenden „AIDI“-Zusammenarbeit. Der R2 basiert auf GAC AIONS dedizierter Elektroplattform AEP 3.0. Diese solide, automotive-taugliche Basis ist Voraussetzung für die Integration der komplexen DiDi-Systeme. Experten sehen in dieser tiefen Integration den Schlüssel, um die für profitable Robotaxi-Dienste nötige Skalierung und Kosteneffizienz zu erreichen.

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Hochleistungstechnologie von der Stange

Der R2 ist mit einer leistungsstarken Sensorik ausgestattet. Das Fahrzeug verfügt über 33 Hochpräzisionssensoren, darunter LiDAR, Kameras und ein neuartiges 4D-Millimeterwellenradar. DiDi gibt an, als erstes Unternehmen feste Blind-Spot-Lidars in Serie zu verbauen. Das neue Radarsystem soll eine viermal höhere Leistung als Vorgänger bieten.

Die Rechenleistung liefert die zentrale Computerarchitektur „Orca“. Sie vereint GPU und CPU und bringt es auf eine Leistung von über 2.000 TOPS. Diese immense Rechenkraft ist für die verzögerungsfreie Entscheidungsfindung im Stadtverkehr entscheidend. Die Kosten für das System konnten im Vergleich zu früheren Lösungen um 74 Prozent gesenkt werden – ein kritischer Faktor für die kommerzielle Skalierbarkeit.

Sicherheit und Komfort im Fokus

Das Fahrzeug ist für seinen Einsatz als Taxi optimiert. Die Architektur sieht umfangreiche Redundanzen in Algorithmen, Software und Hardware vor. Es soll sowohl chinesische als auch europäische Fünf-Sterne-Sicherheitsstandards erfüllen.

Das Interieur ist auf Ride-Hailing-Passagiere zugeschnitten. Für Unterhaltung sorgt ein großer, in der Decke integrierter Bildschirm. Eine interaktive Anzeige in den Scheinwerfern kann Willkommensbotschaften oder Fahrzeugstatus anzeigen. Jedes Fahrzeug verfügt serienmäßig über ein UV-Desinfektionssystem.

Pilotbetrieb startet 2026

Mit dem R2 positionieren sich die Partner im globalen Wettlauf um die Kommerzialisierung des autonomen Fahrens. Während viele Wettbewerber nachgerüstete Fahrzeuge testen, setzen GAC und DiDi auf ein von Grund auf neu entwickeltes Serienfahrzeug.

Der Pilotbetrieb mit der R2-Flotte soll 2026 in ausgewählten Städten wie Guangzhou und Beijing starten. DiDi betreibt dort bereits seit Dezember 2025 einen rund um die Uhr fahrenden, führerlosen Testdienst. Langfristig sollen die neuen Fahrzeuge in das größere Mobilitätsnetzwerk von DiDi integriert und gemeinsam mit herkömmlich gesteuerten Fahrzeugen eingesetzt werden.

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