Galeria-BeschÀftigte brauchen schnell Klarheit
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 15:56 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFĂŒr die BeschĂ€ftigten sei weiterhin unklar, ob ihr Gehalt durch Galeria abgesichert sei oder Insolvenzgeld gezahlt werde, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer. "Wir fordern, dass diese offenen Fragen von den zustĂ€ndigen Stellen schnellstmöglich geklĂ€rt werden."
Zimmer bezeichnete die Situation bei Galeria als schwierig. "Entscheidend ist fĂŒr uns, dass die BeschĂ€ftigten verlĂ€sslich und direkt informiert werden, wie es weitergeht." Sie fĂŒrchteten um ihre eigene Existenz und die ihrer Familien. "Es darf nicht sein, dass die BeschĂ€ftigten die Fehler der Chefetagen austragen mĂŒssen." Die Verantwortlichen mĂŒssten jetzt zusammen mit Belegschaft und BetriebsrĂ€ten an einer tragfĂ€higen Perspektive arbeiten.
Der Gesamtbetriebsrat von Galeria Ă€uĂerte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht zu den Chancen auf Insolvenzgeld fĂŒr die BeschĂ€ftigten.
Entscheidung zu Insolvenzgeld steht noch aus
Galeria hatte am Freitag beim Amtsgericht DĂŒsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Es ist der vierte Insolvenzantrag des Unternehmens binnen sechs Jahren. Ob und welche Standorte schlieĂen mĂŒssen, ist offen. Der GeschĂ€ftsbetrieb in den 83 Filialen lĂ€uft vorerst weiter.
Ob die rund 12.000 BeschĂ€ftigten Insolvenzgeld erhalten, ist bislang offen. Ăber die Bewilligung entscheidet die Bundesagentur fĂŒr Arbeit - wann, ist unklar. Ohne Insolvenzgeld mĂŒsste Galeria nach Angaben von Arbeitsrechtlern die GehĂ€lter selbst zahlen oder eine andere Finanzierung finden. Ob das Unternehmen dazu in der Lage wĂ€re, ist offen. Galeria Ă€uĂerte sich dazu auf Anfrage nicht.
Das Amtsgericht DĂŒsseldorf hat inzwischen das vorlĂ€ufige Insolvenzverfahren angeordnet. Zum vorlĂ€ufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde der Rechtsanwalt Frank Kebekus.
