Geberit, CH0030170408

Geberit AG-Aktie (CH0030170408): Quartalszahlen, Margendruck und Perspektiven fĂŒr den europĂ€ischen SanitĂ€rspezialisten

Veröffentlicht: 24.05.2026 um 07:24 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller (Chefredaktion)

Geberit hat frische Quartalszahlen vorgelegt und zeigt trotz schwacher Baukonjunktur robuste Margen. Was bedeuten UmsatzrĂŒckgang, Kostendisziplin und der Blick auf 2026 fĂŒr die Geberit AG-Aktie im aktuellen Marktumfeld?

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Die Geberit AG hat mit ihren jĂŒngsten Quartalszahlen einmal mehr gezeigt, wie stark der SanitĂ€rspezialist auch in einem schwierigen Bauumfeld agieren kann. Dennoch bleibt der Druck durch die schwache NeubautĂ€tigkeit in Europa spĂŒrbar, und die Geberit AG-Aktie reagiert sensibel auf jedes neue Signal aus dem Management und der Branche.

Am 10.04.2025 veröffentlichte Geberit die Zahlen fĂŒr das erste Quartal 2025 und meldete einen Nettoumsatz von 824 Millionen Schweizer Franken nach 868 Millionen Franken im Vorjahr, was einem RĂŒckgang um rund 5 Prozent entspricht, wie aus der Unternehmensmitteilung hervorgeht, die unter anderem von Reuters Stand 10.04.2025 aufgegriffen wurde.

Gleichzeitig konnte Geberit beim operativen Ergebnis zulegen: Das bereinigte EBITDA stieg im ersten Quartal 2025 auf 262 Millionen Schweizer Franken nach 248 Millionen Schweizer Franken im Vorjahresquartal, vor allem dank strikter Kostenkontrolle und einem vorteilhaften Produktmix, wie im Quartalsbericht erlÀutert wurde, der laut Geberit Investor Relations Stand 10.04.2025 veröffentlicht wurde.

Unter dem Strich verzeichnete Geberit im ersten Quartal 2025 einen Reingewinn von 183 Millionen Schweizer Franken nach 173 Millionen Schweizer Franken im Vorjahr, womit sich die Nettomarge trotz rĂŒcklĂ€ufiger UmsĂ€tze verbessern konnte, wie aus den veröffentlichten Zahlen hervorgeht, die von mehreren Finanzmedien detailliert dargestellt wurden.

Bereits am 06.03.2025 hatte Geberit die Zahlen fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 veröffentlicht und fĂŒr das Gesamtjahr 2024 einen Nettoumsatz von 3,44 Milliarden Schweizer Franken nach 3,41 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2023 gemeldet, was einem leichten Wachstum entsprach, wie aus dem GeschĂ€ftsbericht 2024 hervorgeht, der laut Geberit Investor Relations Stand 06.03.2025 publiziert wurde.

Das bereinigte EBITDA belief sich im GeschÀftsjahr 2024 auf 1,01 Milliarden Schweizer Franken nach 977 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2023, wÀhrend die EBITDA-Marge damit auf rund 29 Prozent anstieg, was Geberit als Ergebnis konsequenter Preispolitik und Effizienzsteigerungen in Produktion und Logistik darstellte, wie im Jahresbericht 2024 nachzulesen ist.

Auch der Reingewinn entwickelte sich positiv: FĂŒr das Jahr 2024 meldete Geberit einen Gewinn von 741 Millionen Schweizer Franken nach 706 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2023, womit das Unternehmen seine Rolle als margenstarker QualitĂ€tswert innerhalb des europĂ€ischen IndustriegĂŒtersektors unterstreicht.

FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 schlug der Verwaltungsrat eine Dividende von 13,60 Schweizer Franken je Aktie vor, nach 13,20 Schweizer Franken je Aktie fĂŒr 2023, was einer Erhöhung von rund 3 Prozent entspricht, wie in der Medienmitteilung zur Jahresrechnung 2024 erlĂ€utert wurde, die laut Geberit Media News Stand 06.03.2025 veröffentlicht wurde.

Mit Blick auf das Jahr 2025 gab das Management im MÀrz 2025 an, angesichts der anhaltend schwachen WohnbauaktivitÀt in Teilen Europas von einem anspruchsvollen Marktumfeld auszugehen, setzte jedoch auf Renovations- und Modernisierungsprojekte sowie Marktanteilsgewinne, wie im Ausblick des GeschÀftsberichts 2024 erlÀutert wurde.

Die Geberit AG-Aktie notierte am 11.04.2025 an der SIX Swiss Exchange bei rund 523 Schweizer Franken, nachdem der Kurs im Zuge der Quartalszahlen zeitweise leicht nachgegeben hatte, wie Kursdaten von SIX Swiss Exchange Stand 11.04.2025 zeigen.

FĂŒr deutsche Anleger ist besonders relevant, dass die Geberit AG-Aktie auch im Freiverkehr an deutschen Börsen gehandelt wird und ĂŒber viele Onlinebroker an Xetra-Ă€hnlichen Plattformen oder Regionalbörsen zugĂ€nglich ist, wobei das Hauptlisting in ZĂŒrich erfolgt, wie aus den Handelsdaten hervorgeht, die etwa von finanzen.net Stand 15.04.2025 bereitgestellt werden.

Stand: 24.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Geberit
  • Sektor/Branche: SanitĂ€rtechnik, Bauzulieferer
  • Sitz/Land: Rapperswil-Jona, Schweiz
  • KernmĂ€rkte: Europa, insbesondere DACH-Region, Nord- und Osteuropa
  • Wichtige Umsatztreiber: SanitĂ€rsysteme, Installationssysteme, Badkeramik, Rohrleitungssysteme
  • Heimatbörse/Handelsplatz: SIX Swiss Exchange (Ticker GEBN)
  • HandelswĂ€hrung: Schweizer Franken (CHF)

Geberit AG: KerngeschÀftsmodell

Geberit ist ein fĂŒhrender Anbieter von SanitĂ€rprodukten und Systemlösungen fĂŒr Badezimmer und EntwĂ€sserung, mit einem Schwerpunkt auf Installationssystemen, SpĂŒlkĂ€sten, Rohrleitungen und Badkeramik. Das GeschĂ€ftsmodell basiert auf technisch ausgereiften, langlebigen Produkten, die ĂŒber den Großhandel und Installateure an professionelle Kunden verkauft werden.

Das Unternehmen vereint sowohl die unsichtbare Technik hinter der Wand als auch sichtbare Designprodukte im Bad und positioniert sich damit als Systemanbieter entlang der gesamten sanitĂ€ren Wertschöpfungskette. Geberit erzielt den ĂŒberwiegenden Teil seiner UmsĂ€tze im ProjektgeschĂ€ft rund um Neubau und Renovierung von Wohn- und NichtwohngebĂ€uden, wie aus zurĂŒckliegenden GeschĂ€ftsberichten hervorgeht, die regelmĂ€ĂŸig im MĂ€rz des Folgejahres veröffentlicht werden.

Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil im GeschĂ€ftsmodell ist die starke Marke bei Installateuren, Planern und Architekten, die auf jahrzehntelange ZuverlĂ€ssigkeit und SchulungsaktivitĂ€ten zurĂŒckgeht. Geberit investiert regelmĂ€ĂŸig erhebliche Mittel in Forschung und Entwicklung, um Wasserersparnis, GerĂ€uscharmut und einfache Installation zu verbessern, wie das Management in den vergangenen GeschĂ€ftsberichten betonte.

DarĂŒber hinaus verfolgt Geberit eine Strategie mit regionalen Produktionsstandorten in Europa, um Lieferzeiten zu verkĂŒrzen und die Versorgungssicherheit fĂŒr GroßhĂ€ndler und Installationsbetriebe zu erhöhen. Dies zeigte sich etwa wĂ€hrend der Lieferkettenstörungen der Jahre 2021 und 2022, als Geberit im Vergleich zu manchen Wettbewerbern vergleichsweise stabil liefern konnte, wie damalige Branchenberichte hervorhoben.

Die Wertschöpfungskette reicht von der Entwicklung und Produktion ĂŒber Logistik und Schulungen bis hin zur technischen UnterstĂŒtzung auf Baustellen. Ein wichtiger Baustein sind Trainingszentren, in denen Installateure Produkte und Systeme anwenden lernen, was die Markentreue stĂ€rkt und den Einsatz von Geberit-Lösungen in Projekten fördert.

Geberit sieht sich selbst als Premiumanbieter, der eher auf QualitĂ€t, Systemintegration und Service setzt als auf aggressive Preiskonkurrenz. Das GeschĂ€ftsmodell ist dadurch in Teilen weniger konjunkturabhĂ€ngig als der reine Baustoffhandel, bleibt aber sensibel fĂŒr Zyklen im Wohnungs- und Gewerbebau, wie die GeschĂ€ftszahlen der letzten Jahre mit Phasen schwĂ€cherer NeubautĂ€tigkeit und stĂ€rkerer Renovationsnachfrage zeigen.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Geberit AG

Die wichtigsten Umsatztreiber der Geberit AG sind SanitĂ€rsysteme wie UnterputzspĂŒlkĂ€sten, BetĂ€tigungsplatten und Vorwandinstallationen, die in zahlreichen europĂ€ischen MĂ€rkten einen hohen Bekanntheitsgrad aufweisen. Hinzu kommen Rohrleitungssysteme fĂŒr Trinkwasser, Heizung und EntwĂ€sserung, die in großen Bauprojekten und im Wohnbau eingesetzt werden.

Mit der Übernahme des KeramikgeschĂ€fts von Sanitec im Jahr 2015 hat Geberit seine PrĂ€senz im sichtbaren Badbereich erheblich ausgebaut. Badkeramik, Möbel und Waschtischlösungen ergĂ€nzen seither das traditionelle InstallationsgeschĂ€ft und ermöglichen Komplettlösungen aus einer Hand, was sich positiv auf den durchschnittlichen Auftragswert pro Projekt auswirkt, wie das Management in den Folgejahren in PrĂ€sentationen fĂŒr Investoren erlĂ€uterte.

Ein weiterer struktureller Treiber ist der Trend zu ressourcenschonenden und barrierearmen Badezimmern. Geberit entwickelt Produkte, die Wasser sparen, LĂ€rm reduzieren und hygienische Anforderungen in KrankenhĂ€usern, Hotels und öffentlichen GebĂ€uden erfĂŒllen. Dadurch partizipiert das Unternehmen an ESG-getriebenen Investitionen, bei denen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit eine zunehmende Rolle spielen, wie aus diversen Branchenstudien der letzten Jahre hervorgeht.

Auf geografischer Ebene sind die DACH-Region, Skandinavien, Frankreich, Großbritannien, Italien und Osteuropa wichtige Umsatzquellen. WĂ€hrend die NeubautĂ€tigkeit in einigen MĂ€rkten zyklisch schwankt, sorgt der große Bestand an renovierungsbedĂŒrftigen GebĂ€uden in Europa fĂŒr laufenden Bedarf an Modernisierungen, wovon Geberit ĂŒber Installationssysteme und Austauschlösungen profitiert, wie in den Jahresberichten regelmĂ€ĂŸig hervorgehoben wird.

Produkte mit höherer Marge, etwa Design-BetĂ€tigungsplatten, Dusch-WCs, hochwertige Keramik und KomplettbĂ€der, haben fĂŒr Geberit eine besondere Bedeutung. Sie unterstĂŒtzen die ProfitabilitĂ€t und stĂ€rken die Positionierung als Premiumanbieter, wĂ€hrend Basissysteme den Marktzugang sichern. Die Balance zwischen Volumenprodukten und margenstarken Innovationen ist ein zentrales Element der Unternehmensstrategie.

ZusĂ€tzlich setzt Geberit auf Serviceleistungen wie technische Beratung, digitale Planungstools und BIM-Daten fĂŒr Architekten und Planer. Diese Services tragen indirekt zum Umsatz bei, indem sie Projektausschreibungen beeinflussen und sicherstellen, dass Geberit-Systeme bereits in der Planungsphase berĂŒcksichtigt werden.

Branchentrends und Wettbewerbsposition

Der europĂ€ische Markt fĂŒr SanitĂ€rtechnik und Badezimmerausstattung ist von langfristigen Trends geprĂ€gt, die Geberit sowohl Chancen als auch Risiken bieten. Demografischer Wandel, Urbanisierung und der Wunsch nach höherem Wohnkomfort unterstĂŒtzen die Nachfrage nach modernen BĂ€dern und barrierearmen Lösungen, wĂ€hrend zugleich höhere Umwelt- und Effizienzstandards gelten.

Die Baukonjunktur in Europa war in den Jahren 2023 bis 2025 von höheren Zinsen, gestiegenen Baukosten und in einigen LĂ€ndern von regulatorischer Unsicherheit geprĂ€gt, wodurch sich insbesondere der Wohnungsneubau abschwĂ€chte. Dagegen blieb das Renovations- und ModernisierungsgeschĂ€ft stabiler, weil viele EigentĂŒmer die Energieeffizienz und den Komfort Ă€lterer GebĂ€ude verbessern möchten, wie verschiedene europĂ€ische BranchenverbĂ€nde berichteten.

Geberit konkurriert mit internationalen Konzernen und regionalen Anbietern im SanitĂ€r- und Installationsbereich, darunter Hersteller von Keramik, Armaturen und Rohrsystemen. Im Kernmarkt Europa gilt Geberit als einer der fĂŒhrenden Systemanbieter mit starker Marke und hoher Bekanntheit im Handwerk, was dem Unternehmen eine robuste Wettbewerbsposition sichert, wie Analystenkommentare in den vergangenen Jahren immer wieder betonten.

Gleichzeitig verstĂ€rkt sich der Wettbewerb durch den Markteintritt neuer Anbieter, die ĂŒber OnlinekanĂ€le oder BaumĂ€rkte Kostenvorteile suchen, sowie durch gĂŒnstigere Hersteller aus anderen Regionen. Geberit reagiert darauf mit Innovationen, QualitĂ€tsargumenten und Schulungen, um Installateure von Systemlösungen zu ĂŒberzeugen, die AusfĂŒhrungssicherheit und langlebige FunktionalitĂ€t versprechen.

Digitalisierung und Building Information Modeling verĂ€ndern die Planungsprozesse im Bauwesen. Geberit stellt dazu digitale Produktdaten, Planungssoftware und Online-Schulungsangebote bereit, um frĂŒhzeitig in der Projektplanung prĂ€sent zu sein. Dies soll die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Geberit-Systeme in Ausschreibungen berĂŒcksichtigt werden, was sich langfristig positiv auf die Auslastung von Werken und den Absatz auswirken kann.

Ein weiterer Branchentrend ist die stĂ€rkere Fokussierung auf Nachhaltigkeit ĂŒber den gesamten Lebenszyklus von GebĂ€uden. Geberit berichtet seit Jahren ĂŒber Fortschritte bei CO2-Reduktion, Energieeffizienz und Recycling in der Produktion und verweist in seinen Nachhaltigkeitsberichten auf entsprechende Kennzahlen, die zusammen mit dem GeschĂ€ftsbericht veröffentlicht werden. Damit positioniert sich das Unternehmen bei Investoren, die ESG-Kriterien zunehmend beachten.

Warum Geberit AG fĂŒr deutsche Anleger relevant ist

FĂŒr deutsche Privatanleger ist die Geberit AG aus mehreren GrĂŒnden interessant. Erstens ist der deutsche Markt einer der wichtigsten AbsatzrĂ€ume fĂŒr Installationssysteme und Badlösungen in Europa, sodass ein Teil der Unternehmensentwicklung stark mit der Bau- und Renovationsdynamik in Deutschland verbunden ist, wie das Management in zurĂŒckliegenden PrĂ€sentationen mehrfach hervorhob.

Zweitens wird die Geberit AG-Aktie ĂŒber zahlreiche deutsche HandelsplĂ€tze im Freiverkehr angeboten, was den Zugang fĂŒr Anleger in Deutschland erleichtert. Über gĂ€ngige Onlinebroker kann die Aktie in der Regel sowohl an der SIX Swiss Exchange in ZĂŒrich als auch an deutschen BörsenplĂ€tzen gehandelt werden, wie die Handelsinformationen verschiedener Broker- und Kursportale zeigen.

Drittens zĂ€hlt Geberit zu den etablierten europĂ€ischen QualitĂ€tswerten mit einer langjĂ€hrigen Dividendenhistorie und einer Marktposition in einem strukturell wichtigen Segment der Bauzulieferindustrie. FĂŒr Anleger, die sich mit europĂ€ischen Industriewerten befassen, kann die Beobachtung von Geberit daher einen zusĂ€tzlichen Blick auf die Bau- und RenovationsaktivitĂ€t in Deutschland und der DACH-Region bieten.

Zudem ist der Bereich SanitĂ€rtechnik eng mit staatlichen und privaten Investitionsprogrammen fĂŒr Klimaschutz, Energieeffizienz und altersgerechtes Wohnen verknĂŒpft. Entwicklungen in der deutschen Förderlandschaft, etwa bei Sanierungsprogrammen fĂŒr WohngebĂ€ude, können damit indirekt Einfluss auf die Nachfrage nach Geberit-Produkten im deutschen Markt haben.

Welcher Anlegertyp könnte Geberit AG in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Die Geberit AG-Aktie könnte vor allem fĂŒr Anleger interessant sein, die sich auf etablierte, margenstarke Industrieunternehmen mit langfristig ausgerichtetem GeschĂ€ftsmodell konzentrieren. Der Fokus auf SanitĂ€rtechnik und RenovationsmĂ€rkte spricht Investoren an, die eher strukturelle Trends in Europa verfolgen als kurzfristige Wachstumsstorys in volatilen Technologiefeldern.

Aufgrund des Hauptlistings in der Schweiz mĂŒssen Anleger jedoch WĂ€hrungsrisiken zwischen Euro und Schweizer Franken berĂŒcksichtigen. Wertschwankungen des Frankens gegenĂŒber dem Euro können sich sowohl auf Kursgewinne als auch auf Dividenden in heimischer WĂ€hrung auswirken, was insbesondere fĂŒr auf Euro fokussierte Privatanleger relevant ist.

Vorsichtig sollten Anleger sein, die sehr kurzfristig orientiert sind oder stark auf dynamisches Umsatzwachstum setzen. Geberit agiert in einem weitgehend reifen Markt, der zwar durch Renovation und Innovationen Impulse erhÀlt, aber auch zyklischen Schwankungen der Baukonjunktur unterliegt. Kursbewegungen können zudem von Erwartungen an Zinsentwicklung und Baufinanzierung beeinflusst werden.

Auch Anleger, die eine sehr hohe Risikobereitschaft mit Fokus auf spekulative Small Caps oder Turnaround-Storys haben, könnten bei Geberit weniger das gesuchte Profil finden, da das Unternehmen eher fĂŒr StabilitĂ€t, MargenstĂ€rke und moderate Wachstumsraten steht als fĂŒr extreme KursausschlĂ€ge aufgrund disruptiver GeschĂ€ftsmodelle.

Risiken und offene Fragen

Zu den wesentlichen Risiken fĂŒr die Geberit AG zĂ€hlt die AbhĂ€ngigkeit von der Bau- und RenovationstĂ€tigkeit in Europa. Ein anhaltend hohes Zinsniveau oder verschĂ€rfte regulatorische Rahmenbedingungen am Wohnungsmarkt könnten Neubauprojekte weiter verzögern und damit den Absatz von Installationssystemen belasten, wĂ€hrend Renovationsprojekte diesen Effekt nur teilweise kompensieren.

Ein weiteres Risiko liegt in den Rohstoff- und Energiekosten. Geberit verarbeitet Kunststoffe, Metalle und keramische Materialien, sodass stark schwankende Einkaufspreise und Energiekosten die Margen unter Druck setzen können. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko mit langfristigen LiefervertrÀgen, Effizienzprogrammen und gezielten Preisanpassungen, wie in vergangenen Berichten erlÀutert wurde, doch bleibt eine gewisse VolatilitÀt auf der Kostenseite bestehen.

Zudem stellen regulatorische Anforderungen im Umwelt- und Bausektor eine Herausforderung dar. VerschĂ€rfte Normen können zwar Chancen fĂŒr innovative Produkte bringen, aber auch Anpassungsinvestitionen erfordern. Schließlich bleibt der Wettbewerb in Keramik und Armaturen intensiv, wobei die Integration frĂŒherer Übernahmen dauerhaft gemanagt werden muss, um Synergien zu sichern.

Wichtige Termine und Katalysatoren

FĂŒr die Geberit AG-Aktie können kĂŒnftige Publikationen von Quartals- und Jahreszahlen wichtige Kurstreiber darstellen. Typischerweise veröffentlicht Geberit die Ergebnisse zum GeschĂ€ftsjahr im MĂ€rz des Folgejahres sowie Quartalszahlen im April, Juli und Oktober, wie aus den Finanzkalendern frĂŒherer Jahre hervorgeht, die ĂŒber den Investor-Relations-Bereich abrufbar waren.

DarĂŒber hinaus gelten die Generalversammlung mit Beschluss ĂŒber die Dividende, potenzielle AnkĂŒndigungen zu AktienrĂŒckkaufprogrammen sowie grĂ¶ĂŸere Investitions- oder Akquisitionsentscheidungen als relevante Ereignisse. VerĂ€nderungen im Zinsumfeld, im europĂ€ischen Bauklima oder bei staatlichen Förderprogrammen fĂŒr GebĂ€udesanierung können ebenfalls als externe Katalysatoren fĂŒr die Wahrnehmung der Geberit AG-Aktie durch den Markt wirken.

Offizielle Quelle

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Fazit

Die Geberit AG-Aktie steht im Spannungsfeld zwischen einer robusten, margenstarken GeschĂ€ftsbasis und einem herausfordernden Bauumfeld in Europa. Die jĂŒngsten Zahlen zeigen, dass das Unternehmen trotz rĂŒcklĂ€ufiger UmsĂ€tze im ersten Quartal 2025 seine ProfitabilitĂ€t steigern konnte und damit einmal mehr die StĂ€rke seines GeschĂ€ftsmodells unter Beweis stellt.

Langfristig orientierte Anleger beobachten vor allem die Entwicklung der Renovationsnachfrage, die Innovationskraft im SanitĂ€rbereich und die FĂ€higkeit des Managements, Kosten und Preise in einem wettbewerbsintensiven Markt zu steuern. Kurzfristige Kursschwankungen dĂŒrften weiterhin stark von Zinsentwicklung und Branchensentiment im europĂ€ischen Bausektor beeinflusst werden.

Wie sich die Geberit AG-Aktie in den kommenden Jahren entwickelt, hĂ€ngt neben der allgemeinen Konjunktur vor allem von der weiteren Umsetzung der Strategie als Premium-Systemanbieter ab. Deutsche Anleger, die den europĂ€ischen Bau- und Renovationsmarkt im Blick behalten möchten, könnten Geberit als einen von mehreren Indikatoren fĂŒr die Dynamik im SanitĂ€r- und Installationssegment nutzen, ohne dass daraus eine Empfehlung im engeren Sinne abgeleitet werden kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente. Dieser Artikel wurde dank AI UnterstĂŒtzung so ausfĂŒhrlich und informativ erstellt

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