Geburtenrate in Deutschland sinkt auf 1,32 Kinder pro Frau
Veröffentlicht am: 01.07.2026 um 09:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer als Geburtenrate bezeichnete Wert betrug vergangenes Jahr 1,32, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das sind demnach 2,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Noch niedriger sei die Geburtenrate Mitte der 1990er Jahre mit einem Tiefstwert von 1,24 Kindern je Frau gewesen. "Die damals Geborenen bilden die derzeit relativ kleine Generation potenzieller Eltern", erklÀrten die Statistiker. Wie das Bundesamt bereits zuvor bekanntgab, war die Zahl der Geburten 2025 infolge dieser Entwicklung auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit gesunken - und zwar auf 654.241 Babys.
Unterschiede zwischen den BundeslÀndern
Laut den Daten gibt es auch Unterschiede zwischen den BundeslÀndern: Die niedrigste zusammengefasste Geburtenziffer - so der statistische Begriff - wurde vergangenes Jahr mit 1,16 Kindern je Frau in Sachsen errechnet, die höchste mit 1,38 in Niedersachsen. Niedersachsen ist der Statistik zufolge bereits seit 2018 das Land mit der höchsten GeburtenhÀufigkeit, hieà es. Allerdings sank auch hier die Geburtenziffer zum ersten Mal seit 16 Jahren unter 1,40.
Und wie steht es zwischen Ost und West? "Die GeburtenhÀufigkeit in den östlichen FlÀchenlÀndern war mit 1,22 Kindern je Frau geringer als in den westlichen BundeslÀndern mit 1,34 Kindern je Frau", hieà es. Am höchsten in Ostdeutschland war die Geburtenrate in Brandenburg (1,30).
RĂŒckgang sowohl bei deutschen als auch bei auslĂ€ndischen Frauen
Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit betrug die Geburtenrate 1,20 Kinder - ein Ă€hnlich niedriger Wert wurde den Angaben zufolge zuletzt vor knapp 30 Jahren im Jahr 1996 gemessen, als eine Frau im Schnitt 1,22 Kinder bekam. Im Vorjahresvergleich ging die Geburtenrate um 2,8 Prozent zurĂŒck.
Bei Frauen mit auslĂ€ndischer Staatsangehörigkeit lag die Geburtenrate bei 1,78 Kindern, das entspricht einem Minus von 3,3 Prozent. "Die GeburtenhĂ€ufigkeit der auslĂ€ndischen Frauen geht seit 2017 mit Ausnahme des Jahres 2021 kontinuierlich zurĂŒck", erklĂ€rte das Bundesamt.
