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George Michael: Warum 2026 alle wieder über ihn reden

10.02.2026 - 19:50:32

Neue Dokus, unveröffentlichte Songs und Fan-Hype: Warum George Michael 2026 in Deutschland ein riesiges Comeback in den Feeds erlebt.

George Michael ist seit Jahren nicht mehr unter uns – aber 2026 ist sein Name in deutschen Feeds plötzlich wieder überall. Neue Doku-Ankündigungen, Gerüchte um unveröffentlichtes Material und ein sichtbarer Nostalgie-Schub auf TikTok und Insta sorgen dafür, dass eine ganze Generation seine Songs gerade neu entdeckt. Dazu kommt: Immer mehr Labels setzen auf opulente Reissues und Deluxe-Boxen, und bei George Michael brodelt genau diese Hoffnung im Fanlager.

Offizielle George-Michael-Seite: News, Releases & Archiv

In Deutschland diskutieren Fans, ob 2026 das Jahr wird, in dem ein bisher unveröffentlichter Konzertmitschnitt oder eine "lost tracks"-Compilation erscheint. Parallel füllen Tribute-Shows kleine Clubs und große Hallen, und immer mehr junge Artists nennen George Michael in Interviews als prägenden Einfluss.

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Weil es von George Michael selbst keine neuen Interviews oder Tour-Ankündigungen mehr geben kann, verlagert sich die komplette Aufregung auf das, was im Archiv liegt – und auf die Art, wie sein Erbe verwaltet wird. In den letzten Jahren kamen bereits mehrere hochwertige Reissues auf den Markt, etwa zu Klassikern wie "Faith" oder "Listen Without Prejudice Vol. 1". Musikmedien und Insider spekulieren, dass dieses Reissue-Narrativ 2026 mit weiteren Projekten fortgesetzt wird: eine erweiterte Box, ein Vinyl-Sonderrelease oder eine Kollektion mit Demos und B-Seiten gelten als wahrscheinlich.

Spannend für deutsche Fans: In UK-Medien wird immer wieder darauf hingewiesen, wie stark George Michael speziell in Europa getourt ist. Seine legendäre "Faith"-Tour Ende der 80er, die "Cover to Cover"-Konzerte 1991 oder später die "25 Live"-Tour hatten jeweils zentrale Stopps in Deutschland – unter anderem in Berlin, München, Frankfurt und Hamburg. Genau diese Konzerte tauchen jetzt wieder in den Diskussionen auf, weil viele Fans hoffen, dass Original-Mitschnitte von damals in hochauflösender Qualität veröffentlicht werden. In Foren kursieren Tracklists von angeblichen Radio-Bootlegs, aber offiziell bestätigt ist bisher nichts.

Dazu kommt eine neue Welle an Dokumentationen. Seit einigen Jahren wird international an Projekten gearbeitet, die George Michaels künstlerisches Vermächtnis stärker in den Vordergrund rücken und gleichzeitig sein Ringen mit Ruhm, Medien und Homophobie beleuchten. Deutsche Streaming-Abos reagieren darauf, indem sie ältere und neue Dokus parallel ins Programm nehmen – was wiederum dafür sorgt, dass Algorithmen seine Musik häufiger ausspielen. Sobald eine ausführliche Doku in einem großen deutschsprachigen Streamingdienst neu platziert wird, steigen die Abrufe seiner Songs auf Spotify und Apple Music messbar an; Branchenbeobachter weisen regelmäßig auf solche Peaks hin.

Auf Social Media schwappt diese neue Aufmerksamkeit direkt weiter. TikTok-Creator nutzen Balladen wie "Careless Whisper" oder "One More Try" für Slow-Mo-Ästhetik und nostalgische Couple-Clips, während schneller geschnittene Edits auf "Freedom! '90" oder "Faith" setzen. Besonders viral laufen Edits, in denen Fashion- und Queer-Content mit George-Michael-Momenten montiert werden – etwa Ausschnitte aus alten Videos kombiniert mit aktuellen Pride-Clips aus deutschen Städten. Das Ergebnis: ein echter Generationen-Bounce. Ältere Fans erzählen in den Kommentaren von ihren Clubnächten in den 80ern und 90ern, während Gen Z schreibt: "Ich kannte den nur vom Namen, warum hat mir niemand gesagt, wie krass seine Stimme ist?"

Musikalisch ist der Effekt ebenfalls deutlich: DJs in deutschen Clubs, die normalerweise auf House, RnB oder Nu-Disco setzen, bauen zunehmend George-Michael-Remixe ein. Ob "Fastlove" mit Club-Kickdrum, ein entschlackter, housiger Edit von "Too Funky" oder komplett entschleunigte Bootlegs von "Jesus To A Child" – immer mehr Sets in Berlin, Köln oder Hamburg greifen auf seine Hooks zurück. Das erzeugt eine Art stilles Comeback: keine neue Single, keine neue Tour, aber ein spürbares Revival im Sound der Nacht.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Auch wenn George Michael selbst nicht mehr live auftreten kann, lebt seine Setlist in mehreren Formaten weiter: Tribute-Shows, Orchester-Projekte und Fan-Playlists, die praktisch wie virtuelle Konzerte funktionieren. Wer sich durch aktuelle Setlists von George-Michael-Tribute-Acts klickt – viele sind in UK und Deutschland aktiv – erkennt klare Muster, die ziemlich gut abbilden, wie eine fiktive George-Michael-Show 2026 aussehen würde.

Fast immer geht der Abend mit einem der Uptempo-Klassiker los: "Fastlove", "Freedom! '90" oder "Too Funky" eignen sich perfekt, um die Stimmung direkt hochzuziehen. In mehreren veröffentlichten Setlists fiel auf, dass die Acts oft mit "Fastlove" starten, weil der Groove sofort funktioniert, egal ob du das Original kennst oder nicht. Danach folgen meist die 80s-Hits aus der "Faith"-Ära: "I Want Your Sex", "Father Figure" und natürlich der Titelsong "Faith" selbst. Gerade "Faith" mit seinem ikonischen Gitarrenriff und dem simplen, aber extrem effektiven Beat sorgt dafür, dass selbst jüngere Crowd-Teile grinsen und mitschnipsen – der Song ist durch Memes und Filme länger präsent geblieben, als vielen bewusst ist.

Der Mittelteil einer typischen George-Michael-Show wechselt in den Balladen-Modus. "Careless Whisper" ist hier der Dreh- und Angelpunkt – manchmal als großes Finale, oft aber auch gezielt in die Mitte gelegt, um eine emotionale Kurve aufzubauen. Daneben tauchen "One More Try", "A Different Corner" und "Jesus To A Child" fast immer auf. In orchestralen Tribute-Projekten wird genau dieser Block besonders groß inszeniert: Streicher wachsen in den Refrains, die Arrangements bleiben relativ nah am Original, aber mit Live-Percussion und Bläsern entsteht eine zusätzliche Tiefe. In Reviews beschreiben Besucher oft, dass genau diese Momente die lautesten Mitsing-Parts auslösen – weil die Texte und Melodien sich brutal in die kollektive Erinnerung eingebrannt haben.

Im letzten Drittel dominieren dann Songs aus späteren Phasen: "Outside" mit seinem offensiven Spiel mit Outing und Skandalpresse, "Amazing" als poppiger, radiotauglicher Banger aus den 2000ern und "Flawless (Go to the City)" mit starkem Club-Appeal. Ein besonderes Standing hat "Praying for Time" – der Song taucht nicht in jeder Tribute-Setlist auf, aber wenn, dann als politisches und nachdenkliches Statement. Gerade in der aktuellen weltpolitischen Lage teilen viele Fans Live-Clips von "Praying for Time" und schreiben in die Captions, wie aktuell die Zeilen 2026 noch wirken.

Für deutsche Fans, die sich solche Shows anschauen, ist die Atmosphäre oft zweigeteilt: Auf der einen Seite pure Party, wenn "Wake Me Up Before You Go-Go" oder "Club Tropicana" (Wham!-Phase) gezündet werden. Da fliegen Plastik-Sonnenbrillen durchs Publikum, Neon-Accessoires wandern zwischen den Reihen und Leute tanzen, die nicht mal geboren waren, als diese Songs in den Charts liefen. Auf der anderen Seite gibt es stille Gänsehaut-Momente, in denen die Crowd bei "Jesus To A Child" oder "Kissing A Fool" fast flüstert. Viele Besucher sprechen danach davon, dass sie erst durch diese Konzerte realisiert haben, wie breit das Spektrum von George Michael tatsächlich war – nicht nur der glatte Popstar, sondern ein Songwriter mit massivem Soul- und Jazz-Einfluss.

Setlist-Analysen aus vergangenen Original-Touren – zum Beispiel von "25 Live" – zeigen außerdem, wie sehr George Michael sein eigenes Werk kuratiert hat. Damals mischte er Wham!-Hits wie "Everything She Wants" mit Solo-Material wie "Freedom! '90", "Faith" oder "Amazing" und streute Cover-Versionen ein, etwa "Roxanne" (The Police) oder "The First Time Ever I Saw Your Face". Viele Tribute-Acts übernehmen dieses Prinzip und bauen ebenfalls Cover ein, meistens als Hommage an seine Soul- und RnB-Wurzeln. Für dich als Fan heißt das: Eine George-Michael-inspirierte Nacht 2026 ist selten nur Nostalgie-Revue. Es fühlt sich eher an wie eine Reise durch Pop-, Soul- und Queer-Geschichte, bei der du zwischendurch merkst, wie viele heutige Stars auf seinen Schultern stehen.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Wenn du auf Reddit oder TikTok nach "George Michael unreleased" suchst, landest du schnell in einem Kaninchenbau aus Spekulationen. Einen offiziellen Tour-Plan oder konkrete Album-News gibt es logischerweise nicht mehr, aber das hält Fans nicht davon ab, jeden Hinweis der Estate-Verwalter und des Labels zu zerpflücken. Besonders heiß diskutiert werden drei Punkte: unveröffentlichte Songs, komplette Live-Aufnahmen und mögliche Collab-Releases mit aktuellen Stars.

Fans verweisen immer wieder auf Interviews aus der Vergangenheit, in denen George Michael selbst angedeutet hat, dass deutlich mehr Material in den Archiven liegt als veröffentlicht wurde. Er galt als extrem perfektionistisch; vieles, was er im Studio aufnahm, ließ er anschließend liegen, weil es seinen Ansprüchen nicht genügte. Genau daraus entsteht die Theorie, dass es für jede Album-Ära – von "Faith" über "Older" bis hin zu "Patience" – eine Handvoll fertiger oder fast fertiger Tracks gibt, die theoretisch veröffentlicht werden könnten. In Foren kursieren Listen mit angeblichen Songtiteln, manche basieren auf Produzenten-Aussagen, andere sind eher Wunschdenken. Einig ist man sich nur in einem Punkt: Sollte jemals ein neues Archiv-Album erscheinen, muss die Kuratierung stimmen. Die Angst vor einem lieblosen, rein profitorientierten Release ist groß.

Die zweite große Fantheorie dreht sich um Live-Mitschnitte aus Deutschland. User posten alte Ticket-Fotos und Setlist-Schnappschüsse, dazu Schnipsel aus Radio-Übertragungen. Vor allem Shows in Berlin, Köln und München werden immer wieder erwähnt – angeblich seien komplette Mitschnitte in den Archiven von TV-Sendern oder Produktionsfirmen gelandet. Besonders heiß gehandelt wird ein angeblicher Mitschnitt aus Berlin, weil dort in den 80ern vergleichsweise viele internationale Popkonzerte fürs Fernsehen aufgezeichnet wurden. Verifizierbar ist das alles bisher nicht, aber die Diskussionen zeigen: Die Nachfrage wäre riesig. Viele Fans schreiben, dass sie für eine saubere HD-Veröffentlichung solcher Konzerte ohne Zögern zahlen würden.

Auf TikTok kursiert zusätzlich eine andere, leichter verspielte Theorie: Was wäre, wenn große aktuelle Artists posthum mit George Michael "zusammenarbeiten" würden? User legen Vocals von Billie Eilish, The Weeknd, Sam Smith oder Harry Styles über George-Michael-Instrumentals und erzeugen so fiktive Duette. Einige dieser Mashups gehen viral, und in den Kommentaren folgen direkt Forderungen nach offiziellen Versionen. Natürlich ist es rechtlich und ethisch komplex, an posthumen Collabs herumzubasteln, aber der Gedanke zeigt, was Fans sich wünschen: eine Brücke zwischen damals und heute, die respektvoll gebaut ist und nicht einfach nur auf Nostalgie klickt.

Ein weiteres Thema, das regelmäßig hochkocht, sind Ticketpreise für Tribute- und Orchester-Shows. Viele deutsche Fans berichten, dass diese Konzerte inzwischen preislich auf dem Niveau größerer Popproduktionen liegen – inklusive VIP-Paketen und teuren Merch-Paketen. In Kommentarspalten liest man die gesamte Spanne: von "jede Cent wert, das kommt einem echten George-Konzert emotional am nächsten" bis hin zu "Das ist doch absurd, er selbst steht nicht mal mehr auf der Bühne". Genau hier spaltet sich die Community. Die einen argumentieren, dass Musiker, Orchester und Produktion bezahlt werden müssen und dass es besser sei, wenn das Geld an Leute geht, die seine Musik wirklich pflegen. Die anderen fühlen sich unwohl, wenn George Michaels Name für hochpreisige Events genutzt wird, bei denen unklar bleibt, wie groß der Anteil ist, der wirklich an sein künstlerisches Vermächtnis oder an wohltätige Zwecke geht.

Dazu kommen immer wieder Debatten um seine Darstellung in Dokus und Biopics. Fans achten extrem genau darauf, ob seine Sexualität, sein Coming-out und sein Kampf mit der Boulevardpresse fair dargestellt werden. Auf Reddit wird häufig kritisiert, wenn Produktionen zu sehr in Skandalbilder abdriften und die Musik zur Nebensache wird. Gleichzeitig unterstützen viele die Projekte, die seine Rolle als queerer Icon und als Songwriter mit großem politischen Bewusstsein in den Vordergrund rücken. Insgesamt wirkt die Fanbase 2026 sehr wachsam: Man will neue Inhalte, aber bitte nicht um den Preis einer verzerrten oder sensationsgeilen Darstellung.

Alle Daten auf einen Blick

Kategorie Infos Relevanz für Deutschland
Geburtsdatum 25. Juni 1963 (London) Grundlage für jährliche Birthday-Playlists und Tribute-Partys in deutschen Clubs
Todestag 25. Dezember 2016 Seit 2016 steigt rund um Weihnachten der Stream-Anteil seiner Songs in Deutschland deutlich
Wichtige Solo-Alben "Faith" (1987), "Listen Without Prejudice Vol. 1" (1990), "Older" (1996), "Patience" (2004) Alle Alben sind auf gängigen deutschen Streamingdiensten verfügbar und laufen in 80er-/90er-Formaten im Radio
Größte Hits "Faith", "Careless Whisper", "Freedom! '90", "Fastlove", "Outside" Dauerbrenner in deutschen Radios, Bars und auf Retro-Partys
Wham!-Klassiker "Wake Me Up Before You Go-Go", "Club Tropicana", "Last Christmas", "Everything She Wants" Gerade "Last Christmas" ist jedes Jahr in den deutschen Single-Charts vertreten
Historische Deutschland-Tourneen u.a. "Faith"-Tour (Ende 80er), "Cover to Cover" (1991), "25 Live" (ab 2006) Konzerte in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt; viele Fans erinnern sich bis heute an diese Shows
Chart-Erfolge in DE Mehrere Nummer-1- und Top-10-Hits mit Wham! und solo Fest im deutschen Pop-Gedächtnis verankert; regelmäßige Re-Entries bei Jubiläen und Doku-Starts
Offizielle Website georgemichael.com Zentrale Anlaufstelle für globale News, Archivinfos und offizielle Statements

Häufige Fragen zu George Michael

Um den aktuellen Hype einzuordnen und dir einen sauberen Überblick zu geben, kommen hier ausführliche Antworten auf die Fragen, die deutsche Fans 2026 am häufigsten zu George Michael stellen.

1. Warum ist George Michael 2026 auf einmal wieder so präsent?

Mehrere Effekte greifen gleichzeitig: Zum einen bewegt sich Popkultur in Zyklen, und gerade die späten 80er und 90er stehen massiv im Fokus – sei es in Mode, Serien oder Musik. George Michael war eine der dominierenden Stimmen dieser Ära, also tauchen seine Songs automatisch häufiger in Playlists, Filmen und Serien-Soundtracks auf. Zum anderen pushen Streamingplattformen Dokus und Biopics, die sich mit queerer Geschichte, Medienkritik und dem Umgang mit Fame beschäftigen. George Michael ist dafür eine Schlüsselfigur: ein schwuler Superstar, der sich gegen homophobe Boulevardpresse gewehrt hat und gleichzeitig extrem sensible, intime Songs geschrieben hat. Immer wenn ein solcher Content auf Startseiten landet, springen die Streamingzahlen seiner Musik an.

Dazu kommt die Social-Media-Dimension: TikTok liebt starke Hooks und erkennbare, emotionale Refrains – genau das liefern Songs wie "Careless Whisper" oder "Freedom! '90". Sobald ein Sound in ein paar viralen Clips vorkommt, läuft der Algorithmus los. Junge User stolpern so in seine Diskografie, ältere Fans fühlen sich zurückversetzt und teilen ihre eigenen Erinnerungen. Dieser generationenübergreifende Effekt sorgt dafür, dass George Michael 2026 nicht nur als Retro-Name auftaucht, sondern als realer Player im aktuellen Streaminggeschehen.

2. Kann George Michael noch "neue" Musik veröffentlichen?

Er selbst natürlich nicht mehr – aber sein bisher unveröffentlichtes Material könnte theoretisch von seinem Estate und seinem Label kuratiert und veröffentlicht werden. Genau hier liegt die große Spekulationsfläche: Fans wissen, dass George Michael im Studio sehr produktiv war und viele Songs erst mal zurückgehalten hat. Produzenten und Weggefährten haben immer wieder anklingen lassen, dass es Demos, alternative Versionen und möglicherweise komplett fertige Tracks gibt, die nie auf einem offiziellen Album gelandet sind.

Ob daraus 2026 oder später ein neues Archiv-Projekt entsteht, hängt von mehreren Faktoren ab: Rechtefragen, der Wille seiner Nachlassverwalter und nicht zuletzt die Frage, ob es mit seinem künstlerischen Anspruch vereinbar wäre. Viele Fans fordern in Diskussionen, dass ein solches Projekt unbedingt respektvoll und transparent aufgezogen werden müsste – mit detaillierten Liner Notes, Kontext und klarer Kennzeichnung, was Demo, was Neuproduktion und was reine Kuratierung ist. Reine Cashgrab-Releases ohne Seele wären in der Community ziemlich chancenlos.

3. Gibt es Chancen auf weitere große Reissues oder Deluxe-Boxen?

Sehr wahrscheinlich. In den letzten Jahren sind bereits aufwendige Neuauflagen von Schlüsselformaten erschienen, und der Markt für hochwertige Vinyl- und Boxset-Editionen ist stabil. Für 2026 wird in Fanforen immer wieder gemutmaßt, dass insbesondere "Older" oder "Patience" Kandidaten für erweiterte Editions sein könnten, weil beide Alben inhaltlich extrem stark altern – sie wirken heute fast zeitlos. Gerade in Deutschland, wo Vinyl in Großstädten wieder in vielen Wohnzimmern steht, wäre eine liebevoll gemachte Deluxe-Edition mit Bonus-CD, unveröffentlichten Live-Versionen und einem dicken Booklet ein Verkaufsschlager.

Labels achten zunehmend darauf, solche Reissues nicht nur für Sammler, sondern auch für jüngere Hörer attraktiv zu machen. Das heißt: Remix-EPs auf Streamingdiensten, ausgewählte Live-Clips in HD auf YouTube und stark kuratierte Playlists, die das alte Material in einen modernen Kontext stellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Maßnahmen bei George Michael fortgeführt werden, ist hoch – sein Katalog gehört zu den wertvollsten im internationalen Pop.

4. Wie groß war George Michaels Einfluss auf heutige Pop- und RnB-Stars?

Wenn du aktuelle Interviews liest, stolperst du immer wieder über seinen Namen. Artists wie Sam Smith, Adele, Harry Styles oder The Weeknd nennen ihn als Referenz – mal für die Stimme, mal für das Songwriting, mal für seinen Umgang mit Verletzlichkeit in Texten. Er verband Pop-Hooks mit Soul, Jazz- und RnB-Elementen, ohne dass es sich verkopft anhörte. Genau diese Mischung prägt einen großen Teil des gegenwärtigen Mainstreams.

Dazu kommt seine Rolle als queeres Icon. Sein Coming-out und sein Umgang mit öffentlicher Bloßstellung haben vielen späteren Artists gezeigt, wie wichtig es ist, sich der eigenen Identität nicht zu schämen – auch wenn der Preis erst mal hoch ist. In Deutschland beispielsweise beziehen sich queere Musikerinnen und Musiker in Interviews immer wieder auf internationale Vorbilder wie George Michael, weil sie gezeigt haben, dass verletzliche, ehrliche Texte kein Karriere-Killer sind, sondern eine Stärke.

5. Warum berühren seine Balladen nach all den Jahren immer noch so hart?

George Michael hatte diese seltene Kombination aus technischer Stimmkontrolle und totaler Emotionalität. Er konnte in einem Song vom geflüsterten, fast brüchigen Vers in einen voll aufgedrehten Refrain gehen, ohne dass es wie Show-Off wirkte. Dazu kommen Texte, die erstaunlich wenig gealterte Klischees enthalten. In "One More Try" geht es um Angst vor neuer Nähe nach Verletzung, in "Jesus To A Child" um Trauer und Verlust, in "Praying for Time" um eine zerrissene Welt voller Ungerechtigkeit. Das sind Themen, die 2026 vielleicht noch stärker triggern als in den 90ern.

Produktionstechnisch waren viele Balladen außerdem relativ warm und organisch angelegt: echte Instrumente, viel Raum in den Arrangements, keine übertriebene Loudness. In einer Zeit, in der sehr viel Pop extrem dicht und komprimiert produziert wird, fühlen sich diese Songs fast wie ein Atemholen an. Wenn du heute eine Playlist mit aktuellen Releases durchhörst und dann "Careless Whisper" oder "Kissing A Fool" dazwischen kommt, merkst du sofort: Das hat Luft, das hat Platz für Dynamik. Genau dieser Kontrast sorgt noch mal zusätzlich für Gänsehaut.

6. Wie steht es um George Michaels Status in Deutschland speziell?

Deutschland war immer ein wichtiger Markt für ihn. Mit Wham! und solo hatte er hier diverse Top-10-Hits, und seine Konzerte waren regelmäßig ausverkauft. Besonders die "25 Live"-Tour hat sich bei vielen deutschen Fans eingebrannt, weil sie wie ein kuratiertes Best-of seines Lebenswerks wirkte – mit Fokus auf Hits, aber auch mit Platz für tiefere Cuts und Coverversionen. In Umfragen und Rankings deutscher Musikmagazine landet er konsequent weit vorne, wenn es um die größten Stimmen oder die wichtigsten Pop-Alben der 80er und 90er geht.

Zusätzlich ist sein Name extrem saisonal präsent: "Last Christmas" dominiert Jahr für Jahr den Dezembersoundtrack im Land, taucht in Werbespots, auf Weihnachtsmärkten und in Streaming-Charts auf. Dadurch wird der Einstieg in sein Gesamtwerk niedrigschwellig gehalten – selbst Leute, die bewusst nie ein George-Michael-Album gehört haben, kommen irgendwann nicht mehr an ihm vorbei. Ab einem bestimmten Punkt fangen viele an zu graben: Was steckt hinter der Weihnachts-Überdosis? Die Antwort: eine Diskografie, die deutlich dunkler, erwachsener und spannender ist, als das Klischee vermuten lässt.

7. Wo informierst du dich zuverlässig über neue Projekte rund um George Michael?

Der wichtigste Fixpunkt bleibt die offizielle Website georgemichael.com. Dort werden neue Reissues, Dokus, offizielle Social-Kampagnen und Statement des Estates zuerst angekündigt. Parallel lohnt sich ein Blick auf seriöse Musikmedien und Fachblogs, die Reissues und Archivprojekte meist detailliert rezensieren und einordnen. Für die Stimmung im Fanlager sind Reddit-Threads, spezialisierte Facebook-Gruppen und Fan-Accounts auf Instagram und TikTok spannend – sie liefern Gerüchte, Fundstücke, rare Fotos und manchmal auch Links zu alten Radio-Interviews oder TV-Auftritten.

Wenn du dich tiefer einarbeiten willst, sind außerdem längere Print-Features und Podcast-Folgen interessant, die sich nicht nur auf Skandale, sondern auf seine kompositorische Arbeit konzentrieren. Viele dieser Formate nutzen deutsche Musikjournalisten, die damals schon über ihn geschrieben haben und heute mit etwas Abstand anders auf seine Karriere schauen. So bekommst du sowohl den Fanblick als auch die analytische Perspektive – eine Kombination, die seinem Werk ziemlich gerecht wird.


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