KORREKTUR: Schwache Kauflaune lÀsst Online-GeschÀft der Otto Group einbrechen
27.02.2024 - 18:02:32(GeschÀftsverlauf zu Beginn des 4. Absatzes)
HAMBURG (dpa-AFX) - Der Sparmodus der Verbraucher hat das OnlinegeschÀft der Hamburger Otto Group krÀftig einbrechen lassen. Anders als im Vorjahr betraf dies nicht nur die UmsÀtze in Deutschland, sondern auch in gleichem Maà das Ausland, so etwa den wichtigen US-Markt. Unter dem Strich rechnet die Handelsgruppe im zu Ende gehenden GeschÀftsjahr 2023/24 (bis Ende Februar) weltweit nur noch mit knapp 10,8 Milliarden Euro Umsatz, rund 9 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
"Die Kauflaune war gering und ist weiterhin gering. Und das liegt sicherlich nicht zuletzt auch an der immer noch hohen Inflation", sagte Konzernvorstand Sebastian Klauke am Dienstag in Hamburg. "FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024/25 kalkulieren wir fĂŒr die die Otto Group wieder mit einem Wachstum im E-Commerce", sagte er. "Mit einer spĂŒrbareren Erholung rechnen wir allerdings erst in 2025."
FĂŒr den deutschen Markt geht Otto im ablaufenden GeschĂ€ftsjahr von einem Umsatz von rund 6,6, fĂŒr das Ausland von 4,2 Milliarden Euro aus - mit jeweils einem RĂŒckgang von um die 9 Prozent. Klauke hob hervor, dass der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) kĂŒrzlich fĂŒr das Kalenderjahr 2023 einen Umsatzeinbruch beim Handel mit Waren im E-Commerce von 11,8 Prozent ausgewiesen habe. Somit habe sich die Otto Group im deutschen Markt besser als der Wettbewerb geschlagen und Marktanteile gewonnen.
Der schwache GeschĂ€ftsverlauf habe zudem nicht ĂŒberrascht, betonte Klauke. "Im laufenden GeschĂ€ftsjahr stand und steht die Ergebnissicherung im Vordergrund. Insofern war mit einem UmsatzrĂŒckgang im E-Commerce zu rechnen", sagte der Otto-Manager. "Hinzu kam, dass das WeihnachtsgeschĂ€ft sowohl bei uns als auch im Gesamtmarkt weniger stark als erhofft verlief."
Allerdings gebe es dank strikter Ausgabendisziplin, teilweise erhöhter Verkaufspreise und eines flĂ€chendeckenden Einstellungsstopps eine Verbesserung der operativen ProfitabilitĂ€t gegenĂŒber dem Vorjahr. Positiv vermerkte Otto, dass die Gruppe im Onlinehandel keine Kunden verloren habe. Nachgelassen habe die GröĂe der Warenkörbe, nicht die Zahl der KĂ€ufer - laut Klauke eine gute Voraussetzung fĂŒr die erhoffte Erholung des GeschĂ€fts.

