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Getting Things Done: Warum die 20 Jahre alte Methode 2026 boomt

23.01.2026 - 22:00:12

Die Produktivitätsmethode Getting Things Done (GTT) erlebt eine Renaissance. In einer von digitaler Reizüberflutung geprägten Arbeitswelt bietet das über 20 Jahre alte System von David Allen einen bewährten Weg aus der Überforderung.

Sein Kernversprechen ist simpel: Unser Gehirn ist ein schlechter Aufgaben-Speicher. Jeder Gedanke an offene To-dos verbraucht mentale Energie und erzeugt Stress. GTD entlastet den Kopf, indem alle Verpflichtungen in einem externen, vertrauenswürdigen System landen. Das Ergebnis? Mehr Klarheit und Konzentration auf die eigentliche Arbeit.

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Das System basiert auf einem klaren, fünfstufigen Prozess. Er funktioniert unabhängig davon, ob man mit Notizbuch oder digitaler App arbeitet.

  • Erfassen: Alles, was Aufmerksamkeit braucht, wird in möglichst wenige “Eingangskörbe” geleert – sei es eine E-Mail, eine Idee oder ein Termin. Der Kopf wird so von “losen Enden” befreit.
  • Durcharbeiten: Jeder Punkt im Eingang wird analysiert. Die berühmte Zwei-Minuten-Regel kommt hier zum Zug: Was sofort erledigt werden kann, wird sofort erledigt.
  • Organisieren: Aufgaben wandern in ein strukturiertes System. Dazu gehören Projektlisten, kontextbezogene To-dos (z.B. “Anrufe”), der Kalender und eine “Warten auf”-Liste.
  • Durchsehen: Das System lebt von der regelmäßigen Pflege. Eine wöchentliche Überprühung aller Listen stellt sicher, dass Prioritäten stimmen und nichts vergessen wird.
  • Erledigen: Nun geht es ans Tun. Basierend auf Kontext, Zeit und Energie wird die nächste konkrete Aktion ausgewählt.

GTD im Jahr 2026: Analoger Klassiker, digital gewandelt

Die Methode entstand vor der Smartphone-Ära, passt sich aber erstaunlich gut an moderne Tools an. Die Prinzipien lassen sich nahtlos in Apps wie Asana, Trello oder Microsoft To Do integrieren. Sie können die Organisation sogar vereinfachen und Teamarbeit unterstützen.

Doch der Ansatz hat auch seine Kritikpunkte. Die Einrichtung erfordert Zeit und Disziplin. Für Menschen mit wenigen Projekten kann der Verwaltungsaufwand zu groß wirken. Zudem fehlt eine starre Tagespriorisierung – eine Lücke, die viele Anwender durch Kombination mit Techniken wie der Pomodoro-Methode schließen.

Warum das alte System heute so gut funktioniert

Die anhaltende Popularität zeigt ein grundlegendes Bedürfnis: In einer Zeit, in der Multitasking als ineffizient entlarvt wurde, bietet GTD eine strukturierte Alternative für fokussiertes Arbeiten. Es zwingt zur Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen und schafft eine Basis für fundierte Entscheidungen.

Die Zukunft könnte die Methode noch smarter machen. Künstliche Intelligenz in Produktivitäts-Apps könnte künftig helfen, Schritte wie das Durcharbeiten und Organisieren zu automatisieren. Doch die entscheidende Frage – was wirklich wichtig ist – bleibt vorerst Menschensache. GTD liefert dafür das zeitlose Rahmenwerk.

@ boerse-global.de