Glencore, Aktie

Glencore Aktie: Entscheidung naht

27.01.2026 - 20:18:32

Die Frist für ein Übernahmeangebot von Rio Tinto an Glencore läuft am 5. Februar ab. Der Rohstoffriesen nutzt die Zeit für einen Teilverkauf bei Century Aluminum, während HSBC das Rating senkt.

Die Uhr tickt für den Rohstoffriesen Glencore. Bis zum 5. Februar muss der Konkurrent Rio Tinto Farbe bekennen: Legt der Konzern ein verbindliches Übernahmeangebot vor oder ziehen sich die Australier zurück? Während der Markt auf diesen entscheidenden Stichtag hinfiebert, nutzt das Glencore-Management die aktuelle Bewertungslage für strategische Gewinnmitnahmen bei einer wichtigen Beteiligung.

  • Deadline: Rio Tinto muss bis 5. Februar über Angebot entscheiden
  • Strategie: Teilverkauf von Century Aluminum bringt ~276 Mio. USD
  • Analysten: HSBC stuft den Titel auf „Hold“ herab
  • Termin: Produktionsbericht folgt am Donnerstag (29.01.)

Fusionsfieber und Bewertungsfragen

Das dominierende Thema am Markt bleibt die mögliche Fusion mit Rio Tinto. Gemäß den britischen Übernahmeregeln („Put up or shut up“) endet die Frist für ein offizielles Angebot in wenigen Tagen. Ein Zusammenschluss würde einen Rohstoffgiganten mit einem Marktwert von über 260 Milliarden US-Dollar schaffen. Besonders die entstehende Marktmacht im Kupfersektor, der für die Energiewende und KI-Infrastruktur essenziell ist, treibt die Fantasie der Anleger an.

Diese Spekulationen haben den Kurs auf Jahressicht um gut 32 % nach oben getrieben. Aktuell notiert die Aktie bei 5,73 Euro. Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, zeigt jedoch der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 6,57 Euro, der inzwischen fast 13 % beträgt.

Kasse machen bei Century Aluminum

Unabhängig von den Übernahmegesprächen bereinigt Glencore sein Portfolio. Das Unternehmen hat seine Beteiligung am US-Produzenten Century Aluminum (CENX) im vierten Quartal signifikant reduziert. Nach einer durch US-Importzölle ausgelösten Rallye bei Century verkaufte Glencore rund 9 Millionen Aktien.

Der Rohstoffhändler erlöste damit brutto etwa 276 Milliarden US-Dollar und senkte seinen Anteil von 43 % auf rund 33 %. Glencore bleibt zwar größter Einzelaktionär, sichert sich aber durch diesen Schritt einen Teil der massiven Buchgewinne, die sich im Vorjahr angesammelt hatten.

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Vorsichtige Stimmen vor den Zahlen

Trotz der strategisch interessanten Lage mehren sich warnende Stimmen. Die Großbank HSBC hat ihr Rating am Montag auf „Hold“ gesenkt. Die Begründung liegt in der Unsicherheit über die konkreten Bedingungen einer möglichen Fusion sowie der bereits sportlichen Bewertung nach dem jüngsten Lauf.

Kurzfristig richtet sich der Fokus nun auf den kommenden Donnerstag. Am 29. Januar legt Glencore seinen Produktionsbericht für das Gesamtjahr 2025 vor. Insbesondere die Förderdaten der Kupfer- und Kobaltminen werden genau analysiert werden, da sie die operative Basis für jegliche Preisverhandlungen mit Rio Tinto bilden. Der Kursverlauf der nächsten Tage dürfte maßgeblich von diesen fundamentalen Daten abhängen.

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