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Global X Uranium ETF: 21,75 Euro 52-Wochen-Tief

Veröffentlicht: 01.07.2026 um 21:07 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Uranium ETF erholt sich vom 52-Wochen-Tief, bleibt aber unter dem Mai-Höchststand. Politische Trends stützen die Branche langfristig.

Uranium ETF: Erholung nach Kursrutsch im Juni
Global - Ein glänzender Uranbrennstab mit leicht grünlichem Schein auf dunklem Hintergrund, mit angedeuteten Finanzdiagrammen im Unschärfebereich. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Global X Uranium UCITS ETF hat diese Woche wieder Tritt gefasst. Am Mittwoch stieg sein Kurs auf 23,93 Euro – ein Plus von 4,09 Prozent. Der Fonds verwaltet inzwischen rund 637 Millionen Euro.

Der ETF ist also weiter gefragt. Dabei war der Juni für Uran-Anleger eine harte Zeit. Der Kurs fiel auf ein 52-Wochen-Tief von 21,75 Euro. Vom Höchststand bei 30,50 Euro Mitte Mai trennen den ETF fast 22 Prozent. Wer auf Uran setzt, braucht einen langen Atem.

Struktur und kurzfristige Signale

Der Fonds bildet den Solactive Global Uranium & Nuclear Components Index ab. Er investiert direkt die 51 größten Aktien aus der Uran- und Nuklearbranche – vom Bergbau über die Anreicherung bis zu Spezialkomponenten. Die Kostenquote liegt bei 0,65 Prozent.

Über sieben Tage steht der ETF leicht im Plus (0,82 Prozent). Die 30-Tage-Bilanz zeigt eine andere Realität: minus 10,76 Prozent. Der RSI von knapp 45 signalisiert eine abgeschwächte Abwärtsdynamik. Ein neuer Trendstart ist das aber noch nicht.

Die Volatilität liegt annualisiert bei über 51 Prozent. Das ist für Uran-Fonds typisch. Der Sektor reagiert empfindlich auf politische Signale und Produktionsmeldungen.

Politische Rückenwinde für Uran

Die langfristigen Treiber der Branche sind intakt. Weltweit setzen Regierungen verstärkt auf Kernkraft – als emissionsarme Brückentechnologie zur Bekämpfung des Klimawandels. China treibt den Bau neuer Reaktoren massiv voran. Die USA und die EU debattieren über Subventionen für bestehende und neue Atommeiler.

Hinzu kommt eine geopolitische Verschiebung. Die USA haben Importe russischen Urans untersagt. Das zwingt Versorger, alternative Lieferanten zu suchen – vor allem aus Kanada, Australien und Kasachstan. Diese Neuordnung der Lieferketten könnte die Nachfrage über Jahre stützen.

Der Global X Uranium ETF gibt einen breiten Querschnitt durch diesen Sektor. Er diversifiziert über Firmen, Länder und Wertschöpfungsstufen. Einzeltitelrisiken fallen damit geringer aus. Die Branchenvolatilität bleibt dagegen erhalten.

Für Anleger ist derzeit vor allem die Frage spannend, ob das Tief von 21,75 Euro den Boden markiert hat – oder ob eine zweite Testphase bevorsteht. Der heutige Kurssprung könnte ein erstes Signal sein.

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