Gmail: Spam-Filter ausgefallen, Millionen Postfächer überflutet
24.01.2026 - 22:00:12Ein massiver technischer Defekt bei Gmail lässt seit Samstagmorgen ungefiltert Spam-Mails in die Hauptposteingänge von Millionen Nutzern strömen. Google bestätigte den Ausfall seiner Spam-Filter und warnt Nutzer vor erhöhten Sicherheitsrisiken.
Die Störung begann in den frühen Morgenstunden des 24. Januar und legt einen Kernservice des weltweit führenden E-Mail-Dienstes lahm. Nutzer berichten von einer Flut unerwünschter Nachrichten, darunter Phishing-Versuche und betrügerische Rechnungen, die normalerweise automatisch aussortiert werden. Google räumt auf seinem Status-Dashboard ein, dass das Problem seit 14:02 Uhr MEZ bestehe und zu Fehlklassifizierungen führe.
Das Hauptsymptom ist der komplette Ausfall der maschinellen Lernalgorithmen, die für die Spam-Erkennung zuständig sind. In vielen Postfächern erscheint nun eine auffällige Warnung: „Gmail konnte diese Nachricht nicht auf Spam, unbestätigte Absender oder schädliche Software überprüfen.“ Diese direkte Fehlermeldung im Interface unterstreicht die Schwere des Systemversagens.
„Unsere Teams untersuchen den Vorfall aktiv“, teilte ein Google-Sprecher mit. Neben dem Spam-Problem melden Nutzer auch erhebliche Zustellverzögerungen bei legitimen E-Mails von bis zu zehn Minuten. Das betrifft kritische Prozesse wie Zwei-Faktor-Authentifizierung, Passwort-Zurücksetzungen und geschäftliche Kommunikation.
Passend zum Thema E-Mail-Sicherheit: Durch den Ausfall der Gmail-Spamfilter und das kürzlich bekannt gewordene Leak mit rund 48 Millionen Gmail-Zugängen sind Phishing-Angriffe jetzt besonders gefährlich. Ein kostenloses Anti-Phishing-Paket erklärt in vier klaren Schritten, wie Sie verdächtige Nachrichten erkennen, CEO‑Fraud und betrügerische Rechnungen entlarven und Ihr Konto schützen. Enthalten sind Checklisten, Praxisbeispiele und konkrete Abwehr-Maßnahmen – ideal für Privatpersonen und Unternehmen, die jetzt schnell handeln müssen. Anti-Phishing-Paket jetzt herunterladen
Perfekter Sturm: Filterausfall trifft auf gigantischen Datenleck
Das Timing könnte kaum ungünstiger sein. Erst vor drei Tagen, am 21. Januar, machte ein Sicherheitsforscher ein ungeschütztes Datenbank mit rund 150 Millionen gestohlenen Login-Daten öffentlich. Darunter befinden sich schätzungsweise 48 Millionen Gmail-Zugänge.
„Diese Kombination ist brandgefährlich“, warnt ein deutscher IT-Sicherheitsexperte. „Angreifer können jetzt die geleakten Daten nutzen, um gezielte Phishing-Kampagnen zu starten – genau in dem Moment, in dem Gmail seine wichtigste Abwehrfunktion verloren hat.“ Das schaffe ein kritisches Zeitfenster für Credential-Theft, Datenklau und sogar Ransomware-Angriffe.
Vertrauensverlust in ein Mustersystem
Der Ausfall ist besonders bemerkenswert, weil Gmail-Spamfilter als Branchenstandard gelten. Aktuelle Benchmarks für 2026 bescheinigen dem Dienst eine beeindruckende Inbox-Platzierungsrate von 87,2 Prozent für legitime Mails bei einer Spam-Quote von nur 6,8 Prozent. Genau diese Verlässlichkeit hat bei Nutzern das Vertrauen geschaffen, dass der Hauptposteingang ein sicherer Raum ist – ein Vertrauen, das nun erschüttert wird.
Die Panne demonstriert die Fragilität selbst hochkomplexer KI-Systeme. Was passiert, wenn eine solche Kernfunktion kollabiert? Für viele Unternehmen und Privatnutzer ist Gmail die zentrale Kommunikationsplattform. Ein Ausfall hat daher unmittelbare Auswirkungen auf Geschäftsabläufe und digitale Sicherheit.
Was Nutzer jetzt tun sollten
Bis Google eine Lösung meldet, liegt die Sicherheitsverantwortung vollständig beim Nutzer. Experten raten zu folgenden Maßnahmen:
- Jede unbekannte E-Mail kritisch prüfen: Besondere Vorsicht bei Links und Anhängen.
- Manuell als Spam markieren: Hilft dem System beim Neustart.
- Auf Dringlichkeits-Appelle achten: Typisches Phishing-Muster.
- Passwörter überprüfen: Besonders bei betroffenen Accounts.
Google kündigte weitere Updates an, sobald die Ursache gefunden und behoben ist. Bis dahin gilt: Eine gesunde Portion Misstrauen ist der beste Schutz vor der ungefilterten Flut.
PS: Die aktuelle Lage zeigt, wie schnell Angreifer Schwächen in E-Mail-Diensten ausnutzen. Das Anti-Phishing-Paket bietet leicht umsetzbare Checklisten, psychologische Erkennungsmerkmale von Phishing-Mails und Vorlagen für interne Warnungen. Praktische Handlungsempfehlungen für Unternehmen und eine kurze Anleitung für Endnutzer helfen dabei, Zugangsdaten zu prüfen und Zwei-Faktor-Methoden richtig abzusichern. Jetzt Anti-Phishing-Guide sichern


