Goldpreis LBMA: 1,22 Prozent Minus auf 4.678 Dollar
12.05.2026 - 22:44:55 | boerse-global.deDer sichere Hafen glänzt weniger, wenn Renditen und Dollar steigen. Genau das trifft Gold am Dienstag. Die Krise an der Straße von Hormus stützt zwar die Nachfrage, der heiße US-Inflationsbericht lenkt den Blick aber zurück zur Fed.
Der LBMA-Goldpreis fiel am 12. Mai auf 4.678,10 Dollar je Feinunze. Das waren 1,22 Prozent weniger als am Vortag. Am Montag hatte Gold noch bei rund 4.730 Dollar gelegen und damit das höchste Niveau seit fast drei Wochen erreicht.
Inflation verschiebt die Fed-Erwartungen
Der Auslöser liegt in den US-Preisdaten. Die Verbraucherpreise stiegen im April um 3,8 Prozent und lagen damit über der Prognose von 3,7 Prozent. Auch die Kernrate übertraf mit 2,8 Prozent die Erwartungen.
Das ist für Gold ein unangenehmer Mix. Normalerweise hilft Inflation dem Edelmetall als Wertspeicher. Wenn die Daten aber höhere Zinsen wahrscheinlicher machen, steigen die Opportunitätskosten für zinsloses Gold.
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Am Markt hat sich die Zinserwartung bereits gedreht. Händler preisen inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 70 Prozent für eine Fed-Zinserhöhung bis April 2027 ein. Zinssenkungen bis Jahresende gelten damit kaum noch als Basisszenario.
Morgan-Stanley-Stratege Matt Hornbach erwartet für 2026 keine Zinssenkungen der Fed. Der Geldmarkt passt dazu: Für Juni liegt die Wahrscheinlichkeit einer Senkung auf 3,25 bis 3,50 Prozent nur bei 4,2 Prozent.
Hormus stützt, Öl belastet
Die geopolitische Lage verhindert einen stärkeren Ausverkauf. Donald Trump bezeichnete den US-Iran-Waffenstillstand als auf „massivem Lebenserhalt“. Zuvor hatte er einen neuen Friedensvorschlag aus Teheran abgelehnt.
Damit bleibt die Straße von Hormus ein zentrales Risiko. Eine längere Blockade würde Lieferketten treffen und Ölpreise weiter antreiben. Genau hier liegt das Problem für Gold: Geopolitik stützt die Safe-Haven-Nachfrage, teureres Öl nährt aber neue Inflationssorgen.
Der stärkere Dollar wirkt zusätzlich als Bremse. Für Käufer außerhalb des Dollarraums wird Gold teurer. Das mindert die Nachfrage gerade dann, wenn die Renditeseite wieder gegen das Edelmetall läuft.
Technische Marken rücken näher
Intraday erreichte Gold zunächst 4.748 Dollar, bevor der Preis auf rund 4.717 Dollar zurückfiel. Der COMEX-August-Future notierte bei etwa 4.722 Dollar und zeigte ein leichtes Contango.
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Technisch bleibt die Lage angespannt, aber nicht gebrochen. Die Marke von 4.666 Dollar dient als nahe Unterstützung. Darunter würde der Aufwärtskanal vom Mai-Tief bei 4.501 Dollar wackeln.
Nach oben liegt die nächste Hürde im Bereich von 4.764 bis 4.828 Dollar. Erst ein klarer Schritt darüber würde wieder Raum Richtung 4.916 Dollar öffnen. Bis dahin dominiert Konsolidierung.
Am Mittwoch folgt der US-Erzeugerpreisindex. Ein starker PPI würde den CPI-Schock verlängern und die Fed-Sorgen verstärken. Kurzfristig bleibt Gold damit zwischen 4.666 Dollar und der Widerstandszone um 4.764 bis 4.828 Dollar eingeklemmt.
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