Good, Morning-Übung

Good Morning-Übung: Einfaches Haltungstraining ohne Geräte

26.01.2026 - 15:44:12

Die Good Morning-Übung stärkt die hintere Muskelkette mit dem eigenen Körpergewicht und korrigiert so Haltungsfehler, die durch langes Sitzen entstehen.

Die “Good Morning”-Übung korrigiert Haltungsfehler und stärkt den Rücken – ganz ohne Gewichte. Sie zielt auf die oft vernachlässigte hintere Muskelkette ab und ist die ideale Antwort auf unseren sitzenden Alltag. Experten sehen in der Kräftigung von Gesäß, Beinbeugern und unterem Rücken den Schlüssel zu einer gesunden Wirbelsäule.

So führen Sie die Übung korrekt aus

Der Erfolg der Bewegung hängt von der sauberen Technik ab. Es geht um eine Hüftbeuge, nicht um ein Krümmen des Rückens.

  • Stellen Sie sich schulterbreit hin, die Knie sind leicht gebeugt.
  • Verschränken Sie die Hände hinter dem Kopf oder kreuzen Sie sie vor der Brust.
  • Beugen Sie den Oberkörper kontrolliert nach vorne und schieben Sie die Hüfte nach hinten – als wollten Sie sich hinsetzen.
  • Halten Sie den Rücken unbedingt gerade. Ein Rundrücken ist der häufigste Fehler und belastet die Lendenwirbelsäule.
  • Gehen Sie nur so tief, wie Sie die Wirbelsäule neutral halten können.
  • Richten Sie sich langsam durch die Kraft von Gesäß und Oberschenkeln wieder auf.

Warum diese Bewegung Ihre Haltung verändert

Die Übung stärkt gezielt die posteriore Kette: Rückenstrecker, Gesäßmuskeln und Beinbeuger. Diese Muskeln sind die natürlichen Stabilisatoren Ihrer Wirbelsäule. Sind sie schwach, folgen oft ein Rundrücken oder vorgezogene Schultern.

Regelmäßiges Training verbessert nicht nur die Kraft, sondern auch das Bewegungsmuster “Hip Hinge”. Der Körper lernt, die Hüfte als Scharnier zu nutzen – eine fundamentale Alltagsbewegung, etwa beim Heben. Das entlastet den unteren Rücken und fördert eine aufrechte Haltung im Sitzen und Stehen.

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So bauen Sie die Übung in Ihren Alltag ein

Der große Vorteil: Sie brauchen kein Equipment. Integrieren Sie die Bewegung als Mobilisation am Morgen, als Aufwärmübung oder als kurze Bewegungspause im Büro.

Für Fortgeschrittene gibt es anspruchsvollere Varianten:
* Arme über Kopf strecken: Das erhöht die Anforderung an die Rumpfstabilität.
* Sumo-Stand: Ein breiterer Stand legt den Fokus stärker auf die Gesäßmuskulatur.
* Statisches Halten: Verharren Sie in der tiefsten Position, um die Muskelspannung zu steigern.

Körpergewichts-Training als Antwort auf den Büroalltag

Übungen wie der “Good Morning” sind eine direkte Reaktion auf unsere sitzende Lebensweise. Sie demokratisieren Fitness, machen sie für jeden zugänglich und schulen genau die Bewegungsmuster, die im Alltag verloren gehen.

Fitness-Experten sehen in der Stärkung der hinteren Kette einen entscheidenden Faktor, um haltungsbedingten Beschwerden vorzubeugen. Die Übung steht für einen ganzheitlichen Ansatz: Es geht nicht um isolierten Muskelaufbau, sondern um funktionale Kraft und langfristiges Wohlbefinden.

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