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Google Chrome: KI-Assistent übernimmt jetzt das Surfen

31.01.2026 - 18:39:11

Googles Browser wird zum aktiven Partner – eine neue KI-Integration automatisiert komplexe Aufgaben und erstellt Bilder direkt im Fenster. Die Updates mit dem Gemini 3-Modell zielen darauf ab, das Surfen grundlegend zu vereinfachen.

Die Neuerungen verwandeln Chrome von einem passiven Werkzeug in einen proaktiven Assistenten. Kernstück ist ein überarbeitetes KI-Seitenpanel, das dauerhaft am Bildschirmrand bleibt. Es versteht den Kontext der geöffneten Webseiten und kann so etwa Produktvergleiche über mehrere Tabs hinweg zusammenfassen oder Termine basierend auf gefundenen Infos im Kalender eintragen. Diese Funktion erhalten alle Chrome-Nutzer auf Windows, macOS und Chromebook Plus.

Die revolutionärste Neuerung ist das Feature „Auto Browse“. Dieser KI-Agent kann mehrstufige Aufgaben eigenständig im Web erledigen. Nutzer beschreiben ein Ziel in natürlicher Sprache – etwa „Finde die günstigsten Flüge nach Hawaii im März“ – und der Agent durchsucht daraufhin Flugportale.

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Praktisch könnte das die Urlaubsplanung oder das Vergleichen von Dienstleister-Angeboten automatisieren. Für sensible Aktionen wie einen Kaufabschluss benötigt das System jedoch weiterhin die ausdrückliche Freigabe des Nutzers. Diese Premium-Funktion ist zunächst als Preview für „Google AI Pro“- und „AI Ultra“-Abonnenten in den USA verfügbar.

Kreativität und Produktivität aus einer Hand

Zudem integriert Google den KI-Bildgenerator Nano Banana direkt in Chrome. Nutzer können so online gefundene Bilder sofort im Browser bearbeiten, ohne zusätzliche Software. Die Vernetzung mit Google Workspace-Diensten wie Gmail und Kalender wurde vertieft. Der Browser wird so zur zentralen Schaltstelle für Produktivität – natürlich nur nach ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers.

Strategische Weichenstellung für den KI-Markt

Diese Integration stellt eine strategische Zäsur dar. Google setzt nicht mehr auf reaktive KI, die nur antwortet, sondern auf proaktive, die handelt. Indem der Konzern diese Fähigkeiten in seinen dominierenden Browser einbettet, beschleunigt er wahrscheinlich die Massenadaption von KI-Agenten. Das stellt Wettbewerber mit eigenständigen KI-Browsern vor große Herausforderungen.

Für die Zukunft kündigt Google eine „Persönliche Intelligenz“ an. Sie soll sich an frühere Konversationen erinnern und noch individuellere Hilfe bieten. Das Ziel ist klar: Das Surfen soll weniger manuelles Klicken, mehr strategische Steuerung werden. Für Einsteiger könnte das die Komplexität des Webs entscheidend reduzieren.

@ boerse-global.de