Google, Android-Desktop-OS

Google plant Android-Desktop-OS als ChromeOS-Nachfolger

27.01.2026 - 16:22:12

Google entwickelt ein auf Android basierendes, KI-gesteuertes Betriebssystem, das ChromeOS ablösen und Windows sowie macOS Konkurrenz machen soll. Der Start ist für 2026 geplant.

Google arbeitet an einem neuen Desktop-Betriebssystem, das die Konkurrenz zu Windows und macOS revolutionieren soll. Intern „Aluminium OS“ genannt, soll die Plattform auf Android basieren und ChromeOS ersetzen.

Einheitliches System für alle Geräte

Das Projekt markiert eine strategische Kehrtwende. Bislang pflegte Google mit Android für Mobilgeräte und ChromeOS für Laptops zwei getrennte Ökosysteme. „Aluminium OS“ will diese Kluft endgültig überwinden. Ziel ist ein einheitliches System, auf dem die Millionen Apps des Google Play Store nativ auf Desktop-Hardware laufen.

Ein Job-Posting für einen „Senior Product Manager“ bestätigte die Entwicklung. Der neue Ansatz soll fließendes Arbeiten zwischen Smartphone, Tablet und Laptop ermöglichen. Nicht alle bestehenden Chromebooks werden jedoch auf das neue System migrieren können.

Künstliche Intelligenz als Kernfeature

Anders als bei aktuellen Systemen soll KI nicht nachträglich hinzugefügt werden. „Aluminium OS“ wird laut Google von Grund auf mit künstlicher Intelligenz entwickelt. Die hauseigene KI Gemini soll fortgeschrittenes Multitasking, vorausschauendes App-Management und eine personalisierte Oberfläche ermöglichen.

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Damit reagiert Google auf ähnliche Entwicklungen bei Microsoft und Apple. Die Integration von KI direkt ins Betriebssystem wird zum neuen Wettbewerbsfeld im PC-Markt.

Fokus auf Premium-Hardware

ChromeOS war vor allem im Bildungssektor und bei Einsteigergeräten erfolgreich. Mit „Aluminium OS“ zielt Google nun explizit auf den Premium-Markt. Partner-Ankündigungen zeigen, dass das System mit verschiedenen Chip-Herstellern entwickelt wird.

Bereits 2025 kündigte Google mit Qualcomm an, Android auf den PC-Markt zu bringen. Tests laufen auch mit Intel- und MediaTek-Chips. Geplant sind verschiedene Leistungsklassen – von Einsteiger- bis High-End-Geräten.

Marktpotenzial und Herausforderungen

Die Konsolidierung auf eine Plattform ist ein kalkulierter Schachzug. Android ist auf über drei Milliarden Geräten aktiv. Diese Reichweite will Google nun für den Desktop nutzen. Für Entwickler öffnet sich damit ein riesiger neuer Markt: Ihre Mobil-Apps könnten nahtlos auf Laptops laufen.

Doch die Herausforderungen sind beträchtlich. Apps, die für kleine Bildschirme optimiert sind, müssen sinnvoll auf großen Desktop-Displays funktionieren. Zudem muss Google einen reibungslosen Übergang für Millionen bestehender Chromebook-Nutzer gewährleisten – besonders in Unternehmen und Schulen.

Start für 2026 geplant

Die ersten Geräte mit dem neuen System sollen noch 2026 erscheinen, wahrscheinlich basierend auf Android 17. Der Name „Aluminium“ ist voraussichtlich nur ein interner Codename.

Der Erfolg hängt davon ab, ob Google eine wirklich überzeugende Desktop-Erfahrung liefern kann. Gelingt dies, könnte der jahrzehntealte Duopol von Windows und macOS endlich ernsthaft ins Wanken geraten.

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