Google, Millionen

Google schützt Millionen alter Android-Handys mit neuer Diebstahlsicherung

27.01.2026 - 22:53:12

Google führt eine verbesserte Fernsperre für Android-Geräte ab Version 10 ein. Die Funktion ermöglicht eine schnelle Sperrung ohne Passwort und ist Teil einer umfassenden Sicherheitsstrategie.

Google stattet seine Anti-Diebstahl-Tools mit einer entscheidenden Neuerung aus. Ein verbesserter Fernsperr-Mechanismus soll Besitzern gestohlener Geräte schneller helfen – und das auch auf Millionen älteren Android-Smartphones ab Version 10. Das Update rollt über die Google Play-Dienste aus.

Ein Rettungsanker in der Stress-Situation

Herzstück ist die erweiterte „Remote Lock“-Funktion. Sie ist über android.com/lock von jedem Browser erreichbar. Neu ist eine optionale Sicherheitsabfrage. Sie stellt sicher, dass nur der rechtmäßige Besitzer das Gerät sperren kann.

Das ist in Paniksituationen entscheidend. Wer sein Handy gerade gestohlen sah, erinnert sich oft nicht an sein Google-Passwort. Jetzt reichen die Telefonnummer und die Antwort auf die Sicherheitsfrage, um den Bildschirm sofort zu blockieren. Dies verschafft wertvolle Zeit, um die Account-Daten wiederherzustellen oder das Gerät komplett zu löschen. Die Funktion muss vorab in den Einstellungen aktiviert werden.

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Schutz auch für ältere Geräte

Besonders bemerkenswert ist die breite Kompatibilität. Die neue Fernsperre erhalten alle Geräte mit Android 10 oder höher. Damit dehnt Google modernen Diebstahlschutz auf Hunderte Millionen ältere, aber noch aktive Smartphones aus. Gerade Nutzer, die ihr Gerät nicht häufig austauschen, profitieren.

Die Auslieferung über Google Play-Dienste ist der Schlüssel. So kann Google die wichtigen Sicherheits-Updates direkt bereitstellen, ohne auf Updates der Gerätehersteller zu warten. Das beschleunigt die Verbreitung in der fragmentierten Android-Welt.

Teil einer mehrschichtigen Verteidigung

Die Fernsperre ist nur ein Puzzleteil einer größeren Strategie. Google baut eine mehrschichtige Sicherheitsarchitektur auf:

  • Diebstahl-Erkennung: Eine KI auf dem Gerät erkennt Bewegungsmuster eines „Snatch-and-run“-Diebstahls und sperrt den Bildschirm automatisch.
  • Offline-Sperre: Bleibt das Gerät längere Zeit offline, wird es automatisch gesperrt. Das vereitelt eine gängige Taktik von Dieben, die es so von der Fernverwaltung abschneiden.
  • Brute-Force-Schutz: Nach mehreren falschen PIN-Eingaben erhöht sich die Wartezeit bis zum nächsten Versuch. Falscheingaben durch ein Kind werden dabei nicht mitgezählt.

Ziel ist es, gestohlene Geräte für Kriminelle wertlos zu machen und den Diebstahl an sich unattraktiver zu gestalten.

Signal an den Markt: Sicherheit für alle

Der Schritt hat strategische Bedeutung. Indem Google Sicherheitsupdates für alte Hardware nachschießt, verlängert es deren sichere Lebensdauer. Das ist besonders in Schwellenländern relevant, wo Geräte länger genutzt werden.

Die Branche sieht darin ein wichtiges Signal für das Nutzervertrauen. Smartphones sind digitale Brieftaschen und Tagebücher. Ein Verlust hat heute gravierendere Folgen als je zuvor. Googles proaktiver Ansatz zeigt sich auch in Brasilien, einer Region mit hoher Diebstahlrate. Dort werden die Diebstahlsperre und die Fernsperre auf neuen Android-Geräten standardmäßig aktiviert.

Die Zukunft der Android-Sicherheit liegt in intelligenten, proaktiven Systemen. KI-gestützte Funktionen, die Bedrohungen in Echtzeit erkennen, werden weiter an Bedeutung gewinnen. Für Millionen Nutzer weltweit beginnt dieser Zukunftsschutz schon heute – auch auf dem alten Handy in der Tasche.

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